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Interview mit Martina Rosenberg zu »Anklage: Sterbehilfe«

Wussten Sie, wie Martina Rosenberg letztes Jahr ihre Flugangst überwunden hat?

Martina Rosenberg
© Privat

Eine kurze Biografie:
Geprägt von 12 Jahren Kreta habe ich als selbstständige Unternehmerin ein IT Schulungsunternehmen in Deutschland gestartet. Nachdem der Markt immer schwieriger wurde, verkaufte ich mein Schulungscenter, suchte mir einen festen Job im Bildungsbereich und absolvierte parallel ein BWL-Studium mit Fachrichtung Marketing. Es folgten 7 Jahre Öffentlichkeitsarbeit beim BRK und ein Journalistenstudium an der freien Journalistenschule in Berlin. Nach einem Jahr als „freie Autorin“, in dem ich mein zweites Buch Anklage: Sterbehilfe schrieb, folgte eine Anstellung als Leiterin der Unternehmenskommunikation beim AWO Bezirksverband Oberbayern.

Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbies, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?
Das Glück ist einfach zu definieren: In der Natur mit Familie, Hund und Pferd unterwegs zu sein. Schönes Essen mit Freunden und viel Humor angereichert.

Einen Traum? Aber ganz sicher! Ich will es schaffen vom Schreiben leben zu können und noch mehr Bücher schreiben, die manch Einen zum Denken anregen.

Wie kamen Sie zum Schreiben?
Die selbst erlebte Geschichte in meinem ersten Buch Mutter, wann stirbst du endlich? hat mich so angetrieben, dass ich es ganz wichtig fand zu zeigen, dass es eben nicht immer so toll verläuft wie von der Politik und der Gesellschaft es suggeriert wird.

Ob ich in der Lage sein würde, ein Buch zu schreiben, wusste ich damals nicht. Aber sehr schnell war klar, dass ich es versuchen werde. Mit Hilfe eines sehr guten Seminars, das ich im Rahmen meines Journalistenstudiums besucht habe, gelang es mir, die notwendige Struktur dafür zu finden. Schon von der ersten Seite an ist mir das Schreiben leicht gefallen, obwohl das Thema schwer war.

Wo finden Sie die Themen für Ihre Sachbücher?
Gesellschaftliche Untiefen interessieren mich, die Doppelmoral mancher Menschen lockt mich an und lässt mich näher hinschauen. Unrecht und Heuchelei schaffen immer wieder neue Themen.

An welchem Buch arbeiten Sie gerade?
Aktuell arbeite ich an einem Ratgeber für pflegende Angehörige. Der Fokus dabei liegt auf den Bedürfnissen und Nöten der Angehörigen. Es geht weniger um die Pflege, als um den Pflegenden.

Welche Passage war bei Ihrem aktuellen Buch am schwierigsten zu schreiben?
Insgesamt war am schwierigsten, die Perspektive des Protagonisten zu beschreiben, der seine Mutter nach 7 Jahren Wachkoma erstickt und zu 3 Jahren Haft verurteilt wird. Ich wusste ja, dass er das Buch vorablesen würde, und über Gefühle hatten wir nicht so oft geredet. Ich habe sie ihm einfach „untergeschoben“. Ich hatte keine Ahnung, wie er reagieren würde. Als er das Skript gelesen hatte, schrieb er mir aus dem Gefängnis, dass ich es genau getroffen hätte. Im Nachhinein war ich dann sehr erleichtert.

Möchten Sie uns 3 Bücher für die einsame Insel empfehlen?
Anne Gesthusen Wir sind doch nur Schwestern, Marc Elsberg Blackout, Dirk Müller Showdown

Was ist für Sie die größte Versuchung?
Bei schönem Wetter, nicht zu arbeiten

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept?
Steak mit Gorgonzolasoße und Pommes

Was ist für Sie die optimale Entspannung?
Surfen, Reiten, mit Hund laufen und mit Freunden lachen

Haben Sie ein Lebensmotto?
Genieße den Tag und nimm dich selbst nicht so wichtig.

Gibt es eine Person, die Sie persönlich fasziniert?
Alice Schwarzer

Welche menschliche Leistung des letzten Jahrhunderts bewundern Sie am meisten?
Den Widerstand in der Nazizeit

Vier Dinge, die wir noch nicht über Sie wissen:
1. Ich werde ganz sicher auch mal einen Roman schreiben.
2. In fünf Jahren suche ich mir über den Winter ein warmes Nest im Süden. Vielleicht auch schon in drei Jahren.
3. Ich war seit damals nie mehr in Kreta.
4. Ich habe letztes Jahr meine Flugangst überwunden (nachdem ich mit der Bahn gefühlte tausend Stunden auf Lesereise war und feststellte, dass Bahn fahren noch schlimmer sein kann als fliegen).

Wollen Sie Ihren LeserInnen einen kurzen Gruß schreiben – wir würden uns freuen!
Liebe Leserinnen, Lieber Leser

Es passieren Dinge im Leben, die dürfen nicht unbemerkt bleiben. Es gibt Situationen, da kann man nicht daran vorbeigehen oder gar wegsehen. Und um genau so eine Sache geht es in meinem nächsten Buch. Ich will bewegen, informieren und zum Denken anregen. Danke, dass Sie sich für mein Thema interessieren.

Martina Rosenberg

Anklage: Sterbehilfe Blick ins Buch

Martina Rosenberg

Anklage: Sterbehilfe

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