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Interview mit Sabine Zett zu »Tausche Schwiegermutter gegen Goldfisch«

Wussten Sie, dass Sabine Zett ein großer Fußballfan ist und auch schon Fußballbücher sowie Bundesligahörspiele geschrieben hat?

Eine kurze Biografie:
Sabine Zett machte nach dem Abitur ein Tageszeitungsvolontariat und arbeitete als Redakteurin bei diversen Medien.

Nach der Geburt von Sohn und Tochter stolperte sie plötzlich über exotische Begriffe wie Pekipkurs, Kuscheltierfest, Schultütenbasteltreff, bilinguale Freiarbeitsklasse, Vorpubertät oder Schoolout-Party, die sie auf einen anderen Planeten beamten.

Diese neue Welt brachte nicht nur jede Menge Chaos, sondern auch Ideen für Artikel, Kolumnen, Hörspiele sowie Bücher mit sich. Insbesondere ihre Jugendbuchreihe um den frechen „Hugo“ überzeugte Kids und Kritiker, eroberte Bestenlisten und wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

Mit ihrem ersten Frauenroman kommt Sabine Zett den Wünschen der Eltern ihrer jungen Fans nach, auch etwas Lustiges für Erwachsene zu schreiben.

(Außerdem kann sie endlich offiziell lästern und alle Begriffe, Themen und Dinge verwenden, die schon immer in ihrer Schublade lagen, und die sonst niemals der FSK standgehalten hätten!)

Sabine Zett über Sabine Zett:
1. Die Autorin wäre gern für immer thirty something, deshalb vernichtet sie umgehend alle Geburtstagskarten, die eine 4 als erste Zahl haben.
2. Sollte sie jemals in ihrer Lokalzeitung die Glückwunschanzeige lesen „Jetzt bist du aber platt – heut‘ stehst du auch in diesem Blatt. Hurra, hurra, unsere Sabine wird heute xx Jahr“, dann würde sie diese direkt abbestellen.
3. Sabine Zett redet gern und viel – falls niemand da ist, auch mal mit sich selbst. Zum Glück tut ihr Mann ab und zu so, als ob er zuhören würde. Da er dabei geknebelt und gefesselt ist, bleibt ihm auch nichts anderes übrig.
4. Sie bringt ihre Kids zur Verzweiflung, indem sie deren SMS-Texte und Mails streng auf Rechtschreibung überprüft. Am liebsten würde sie auch noch fremde Facebookpostings korrigieren.
5. Als das „Mams“ versucht Sabine Zett seit Jahren Punkte zu sammeln, die ihr Pubertätsanfälle, Zickenkriege und Wutausbrüche ersparen, bisher ohne Erfolg. Da sie Fach-Mutter eines Sohnes und einer Tochter ist, hat sie sich auf das P-Gebiet spezialisiert. Sprechstunde nach Vereinbarung.
6. Die Autorin ist Fußballfan und daher öfter in einem Stadion anzutreffen. Neben Fußballbüchern und Bundesligahörspielen für Kinder schrieb sie schon ein Sachbuch über den FC Schalke 04 und staunte darüber, wie die Profis verwöhnt werden, nur damit sie Tore schießen.
7. Sabine Zett liebt die Sonne und wünscht sich zwischen Oktober und Ostern, das Haus nicht verlassen zu müssen. Da sie aber für ihre Kids oft Taxi spielt, bleibt es leider beim bloßen Wunschdenken. Trinkgeld hat sie bis heute keines erhalten.
8. Ihre Bücher schreibt sie meistens vormittags und amüsiert sich dabei königlich. Ihre Belustigung wird noch größer, wenn sie wieder einmal feststellt, dass es plötzlich Mittag geworden ist, der Kühlschrank leer steht, und die Familie bald hungrig nach Hause kommt.
9. Sabine Zett will mit ihren Büchern und Lesungen nur unterhalten. Das Forschen nach Problembewältigung, Pädagogikaspekten und Pseudopsychologie ist daher zwecklos! Derzeit beschäftigt sie sich mit der Frage, wie die Begriffe „Schwiegermutter“, „verschwiegen“, „Schwägerin“, „Schweigepflicht“ und „Til Schweiger“ zusammenpassen könnten.

An welcher Art von Geschichte schreiben Sie gerade?
Neuer Frauenroman und zwei Kinderbücher. Hoffentlich vermischen sich nicht die Protagonisten, sonst laufen die Eltern Sturm.

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept?
Für eine lange Ehe: lachen, lachen, lachen!
Gegen Pubertätskämpfe: durchhalten, durchhalten, durchhalten!
Beim Schreiben: lachen und durchhalten!
Beim Kochen: da muss ich passen!

Wie lautet Ihre Lebensphilosophie?
Verschwende keine Zeit mehr mit unwichtigen Dingen und nimm alles mit Humor.

Was ist für Sie die optimale Entspannung?
Meerblick, Sonnenliege, Schirm, Bücherstapel, iPod mit Mario-Biondi-Alben

Gibt es eine Person, die Sie persönlich fasziniert?
Meine beiden Kinder. Zu sehen, wie sie groß werden, Fähigkeiten und Talente entwickeln, sich Meinungen bilden und diese auch ausdrücken können.

Oft denke ich: „Das haben wir richtig gut gemacht!“ Und dann wieder: „Das können sie unmöglich von uns haben!“

Wollen Sie Ihren LeserInnen eine kurzen Gruß schreiben – wir würden uns freuen!
Wir Frauen sind Allroundtalente:
Als Köchinnen zaubern wir täglich mindestens drei essbare Mahlzeiten!
Als Modeberaterinnen kleiden wir unsere Männer ein!
Als Psychologinnen trösten wir weinende Kinder, frustrierte Partner und verzweifelte Freundinnen!
Als Sekretärinnen managen wir alle Geburtstage, Telefonate und Familientermine!
Als Innenausstatterinnen richten wir unser Heim gemütlich ein!
Als Gärtnerinnen kümmern wir uns um die Balkonkästen oder Beete!
Als Auskunftsmitarbeiterinnen wissen wir immer, wo Schlüssel, Brillen, Socken, Sporttaschen, Badehosen, Kaugummis, Zeitungen und Handys herumliegen!
Als Diplomatinnen überstehen wir sämtliche Verwandtschaftsbesuche, Kumpelabende, Lehrergespräche und Schwiegermutterverhöre!
Das soll uns erst einmal ein Mann nachmachen!
In diesem Sinne: Wir sind toll!