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SPECIAL zu Sibylle Luithlen

Sibylle Luithlen über ihren Debütroman "Wir müssen reden"

Welcher Gedanke stand am Anfang des Romans für Sie?

Gedanke klingt viel klarer als das, was für mich am Anfang eines Textes steht. Es ist etwas ziemlich Vages, eine diffuse Vorstellung davon, was ich thematisch ausdrücken möchte. Es war für mich klar, dass es um Fragen gehen soll wie die, was von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird, wie wir uns in anderen spiegeln und uns dadurch selber besser verstehen lernen, wie es möglich ist, einen Schritt aus einer lähmenden Situation zu machen. Auch um das Auseinanderklaffen von Innen und Außen, das unser Leben umso mehr beherrscht, je mehr wir uns mit dem Außenblick identifizieren, war ein wichtiges Thema.

Hat sich der Kern Ihres Romans im Laufe der Jahre, in denen Sie daran gearbeitet haben, verändert?

Ja, der Kern hat sich in der Tat verändert. Es gab eine erste Version, in der sich alles um die Liebesgeschichte zwischen Feline und Silver drehte, während es in der jetzigen Fassung zumindest ebenso zentral um die Frage geht, was wir in einer solchen zukunftslosen Liebe suchen und wie sich unser Verhältnis zur Welt auch darin ausdrückt, was wir uns unter Liebe vorstellen und wie wir sie leben. Eine Konstante seit dem Anfang ist allerdings die Großvater-Geschichte, ein Text im Text, die ich zwar auch mehrfach umgeschrieben, aber nie an sich in Frage gestellt habe.

Gab es Schriftsteller, die Sie zu diesem Buch inspiriert haben?

Natürlich bin ich von meinen Lektüren geprägt, wie sicher jeder schreibende Mensch. Es gibt einige Romane mit sehr einprägsamen und charaktervollen Protagonistinnen, die mich in meinem Schreiben ermutigt und sicher mehr oder weniger bewusst auch geleitet haben. Ich denke da an Uwe Johnsons „Jahrestage“, Christa Wolffs „Nachdenken über Christa T.“, die Romane von Ingeborg Bachmann, aber auch zeitgenössischere wie Delphine de Vigans „Das Lächeln meiner Mutter“ oder Marie Darieussequs Auseinandersetzung mit der Malerin Paula Moderson-Becker. Ich könnte Siri Hustvedt nennen, Joan Didion, Natalia Ginzburg und noch viele andere. Während des Schreibens an „Wir müssen reden“ bin ich verspätet auf Saul Bellows Roman „Herzog“ gestoßen, den ich gleich zwei Mal gelesen und dem ich auch das Motto entnommen habe, das meinem Roman vorangestellt ist.

Wir müssen reden Blick ins Buch

Sibylle Luithlen

Wir müssen reden

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