Susanne Saygin zu »Feinde« (Heyne)

Interview mit Susanne Saygin zu »Feinde« (Heyne)

Heyne-Autorin Susanne Saygin für „Feinde“ ausgezeichnet

Wittwer-Thalia-Debütkrimipreis für den besten deutschsprachigen Debütkriminalroman 2018 im Rahmen der Stuttgarter Kriminächte verliehen

Zum großen Festival-Finale der Stuttgarter Kriminächte, erhielt am Freitag, den 29. März 2019, die Heyne-Autorin Susanne Saygin den Wittwer-Thalia Debütkrimipreis 2019 für ihren Thriller „Feinde“, der damit als bester deutschsprachiger Debütkriminalroman 2018 ausgezeichnet wurde. Die Laudatio hielt Tobias Gohlis, Sprecher der Jury der Krimibestenliste. Überreicht wurde der von Wittwer-Thalia und dem Verein Stuttgarter Kriminächte e.V. gestiftete und mit 1.000 Euro dotierte Preis von Rainer Bartle, Geschäftsführer des Buchhauses Wittwer-Thalia.

„Feinde“ ist ein urbaner Thriller, der unter die Haut geht, über den man reden muss. Fesselnd, emotional und schockierend erzählt Susanne Saygin hier eine Geschichte rund um Menschenhandel, moderne Sklaverei und Korruption, die auf realen Ereignissen einer deutschen Großstadt basiert. In seiner Laudatio vor 300 Krimifans konstatiert Tobias Gohlis:

„Der Roman FEINDE ist ein Kind der Zivilcourage, seine Mutter ist die Empörung und sein Vater ist der Zorn. Die meisten Krimi-Debüts sind im Vergleich dazu Waisenkinder. […] Krimi darf – und muss – auch überzeichnen. Was Susanne Saygin ganz unängstlich in ihrem Debüt getan hat. Mit FEINDE hat sie sich auf ein wildes Terrain gewagt, sie ist den Feinden der Menschlichkeit mit gezückter Maushand entgegengetreten, hat sie klaren Blicks markiert – und hat gewonnen.“ - die komplette Laudatio ist unter nachfolgendem Link nachzulesen.

Zur Story: Bei den Ermittlungen zum brutalen Mord an zwei jungen bulgarischen Roma am Kölner „Schrottstrich“ stoßen der deutsch-türkische Kriminalhauptkommissar Can und das Team um seine Vorgesetzte Simone in ein Wespennest aus Korruption, Arbeitsausbeutung und Menschenhandel. Als Can klar wird, dass seine Ex-Freundin, die Sozialarbeiterin Marie, ihren Einsatz für die Opfer dieser Menschenhändler mit dem Leben bezahlt hat und dass das von ihr aufgebaute Hilfsnetzwerk mittlerweile selber Teil des Spiels mit dem Schicksal derjenigen ist, die von der Gesellschaft nichts mehr zu erwarten haben, macht er sich undercover auf den Weg nach Stolipinovo, dem größten Roma-Ghetto Bulgariens. Aber aus der Suche nach der Wahrheit wird bald ein Kampf ums nackte Überleben und ein Ringen um die eigene Menschlichkeit.

Zur Autorin: Susanne Saygin ist im Rheinland aufgewachsen. Sie studierte Geschichte in Köln und Cambridge, und promovierte in Oxford. Es folgten akademisches Projektmanagement und diverse Tätigkeiten in der freien Wirtschaft (u.a. im Umfeld der ersten deutschen Bundesliga). Knapp zwanzig Jahre lang hatte die Autorin ihren Lebensmittelpunkt in Köln. Seit 2010 lebt und arbeitet sie in Berlin. Bisher hat Susanne Saygin Sachbücher geschrieben. Ebenfalls in 2018 erschien in dem Band „Berlin Noir“ ihre Kurzgeschichte „Die Schönheit des Zymbelkrauts“, die sich um Stadtnatur, Gentrifizierung und Vigilantismus dreht.

„Feinde“ ist am 10. September 2018 beim Heyne Verlag erschienen, es ist der erste Roman von Susanne Saygin.

Feinde

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