Sylvia Day, Autorin, Heyne, Crossfire

Interview mit Sylvia Day über ihre Bestsellerserie CROSSFIRE

Sylvia Day

Sylvia Day
© Paul Gilmore
Die Nummer-1-Bestsellerautorin Sylvia Day stand mit ihrem Werk an der Spitze der New York Times-Bestsellerliste sowie zahlreicher internationaler Listen und hat bereits mehr als ein Dutzend preisgekrönter Romane geschrieben, die in über dreißig Sprachen übersetzt wurden. Sylvia Day gewann mit ihrem Werk die Auszeichnung „Amazon´s Best of the Year“ in der Kategorie Liebesroman sowie den Kritikerpreis der RT Book Reviews. Sie war für den „Goodreads Choice Award“ als beste Autorin sowie zweimal für den „RITA Award“ nominiert.

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Interview mit Sylvia Day

Was denken Sie: Warum erlebt erotische Frauenliteratur im Moment einen so großen Boom?
Sylvia Day: Weil die Medien dieser Art von Literatur so viel Aufmerksamkeit schenken. Viele wollen einfach wissen, warum die Presse sich so damit beschäftigt.

Wie sind Sie dazu gekommen erotische Romane zu schreiben?
Sylvia Day: Ich schreibe, was ich selbst gerne lese. Und ich lese gerne erotische Romane.

Gibt es für Sie die typische »Crossfire«-Leserin? Haben Sie ein Bild von ihr im Kopf, wenn Sie schreiben?
Sylvia Day: Mich selbst. Ich schreibe Bücher, die ich selbst gerne lesen würde und hoffe, dass es da draußen andere Leser mit dem gleichen Geschmack gibt. Von dieser Authentizität leben meine Romane.

Was halten Ihre Familie und Ihre Freunde von Ihren Romanen. Geben Sie ihnen Ihre Manuskripte zum Lesen?
Sylvia Day: Meine Freunde und meine Familie unterstützen mich sehr. Und diejenigen, die für meine Bücher affin sind, genießen es sehr, sie zu lesen. Aber meine Manuskripte zeige ich niemandem außer meinem Lektor und meinem Agenten. Während meines Schreibprozesses möchte ich nicht unnötig beeinflusst werden. Denn es ist vor allem die emotionale Verbindung zu meiner Arbeit, die dafür sorgt, dass auch die Leser diese Nähe spüren.

Hat Sie der rasche Erfolg von »Versuchung« überrascht?
Sylvia Day: Absolut. Als ich »Versuchung« geschrieben habe, dachte ich, ich sei die Einzige, die das Buch mögen würde. Es ist eine Liebesgeschichte, aber nicht unbedingt im herkömmlichen Sinn. Der Umstand, dass »Crossfire« sich zu einem internationalen Phänomen entwickelt hat, so wie es nur sehr wenige Bücher schaffen, haut mich wirklich um. Natürlich im positivsten Sinn.

Ihre Geschichte beinhaltet nicht nur leidenschaftliche Erotik, sondern auch eine große Liebesgeschichte. Ist dieser Mix vielleicht ein Grund für den großen Erfolg?
Sylvia Day: Ich glaube, die Geschichte findet bei den Lesern vor allem wegen Gideon und Eva so viel Anklang. Insbesondere Gideon spricht die Leserinnen auf eine Weise an, die sie nicht mehr loslässt. Uns ergeht es genau wie Eva. Wir lieben ihn, wir hassen ihn, wir wollen ihn und brauchen ihn. Sein Ringen darum, für die Frau, die er liebt, ein besserer Mensch zu werden, ist fesselnd. Und weil Eva eine Frau ist, mit der wir uns alle identifizieren können, gönnen wir es ihr, wenn sie sein Herz gewinnt.

Eva und Gideon, die Hauptcharaktere der »Crossfire«-Trilogie, haben in ihrer Vergangenheit beide schlechte Erfahrungen mit der Liebe gemacht und scheuen sich daher vor engen Bindungen. Glauben Sie, dass solche Paare überhaupt die Chance auf ein Happy End haben? Oder sind sie zum Scheitern verurteilt?
Sylvia Day: Ich glaube fest daran, dass sie eine Chance haben. Ich kenne viele “wirkliche“ Paare, die mit ähnlichen Voraussetzungen zu kämpfen haben wie Gideon und Eva. Sie haben mir gesagt, dass sie sich in der »Crossfire«-Serie wiedererkennen und dass sie weiter darum kämpfen, mit demjenigen, den sie lieben, glücklich zu werden. Das dauert, kostet Kraft und fordert Geduld und Einsatz. Aber es kann klappen. Wir sehen es jeden Tag.

»Versuchung« spielt in New York. Warum haben Sie gerade dieses Setting ausgesucht?
Sylvia Day: Ich liebe New York genauso sehr wie Eva. Es ist eine pulsierende, fantastische Stadt und es versinnbildlicht auf perfekte Weise, wer Gideon ist. Nur sehr wenige Städte könnten einen Mann wie Gideon Cross formen – New York ist eine davon.

Glauben Sie, dass die Art von erotischer Literatur, die momentan so einen Boom erlebt, Einfluss auf die Sichtweise und den Umgang der Frauen mit ihrer Sexualität hat?
Sylvia Day: Vielleicht reden wir künftig offener und weniger zurückhaltend über Sex als bisher. Und vielleicht werden Frauen Sex einen Raum in ihrem Leben geben, den es so zuvor nicht gab. Beide Möglichkeiten sind wunderbar.

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