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SPECIAL zu James Rollins »Das Flammenzeichen«

Teuflische Genexperimente und uraltes Geheimwissen

Buchempfehlung von Carsten Hansen

Was haben die Prophezeiungen des heiligen Malachias mit drei Morden zu tun?
Nicht kleckern, sondern klotzen: Wenn James Rollins seine Sigma-Force-Helden losschickt, dann nicht, um einen einfachen Mord aufzuklären. Hier geht es um die großen Dinge, darum, Missionen zu erfüllen, gegen mächtige Geheimbünde zu kämpfen oder, ganz simpel, die Welt zu retten. Eine Prophezeiung des heiligen Malachias stimmt uns in „Das Flammenzeichen“ ein – Malachias soll ab dem zwölften Jahrhundert alle nachfolgenden Päpste vorausgesagt haben, auch Benedikt XVI. Doch leider auch, dass die Welt mit dessen Nachfolger endet. Und welche Rolle spielt ein altes Buch, das von den Menschen damals Buch des Jüngsten Gerichts, Doomsday-Book, genannt wurde?

Verhungert mit vollem Magen: Todesdörfer und tödliche Gendaten
Es ist keine Fiktion, sondern historisch verbrieft, was uns James Rollins da als Ouvertüre präsentiert. Es braut sich etwas zusammen – und auch der Rückblick in ein Dorf im England um 1086 verdichtet Unheilvolles. Ein Totendorf, die Menschen verhungert – obwohl sie die Mägen voller Getreide hatten, in der Kirche das Heidenkreuz, ein Symbol der keltischen Druiden.

Der Zeitsprung in die Gegenwart bringt auch keine guten Nachrichten. Mitten im Petersdom, Vatikanstadt, wird ein Pater ermordet, zwei weitere Tote folgen. Einer der Männer arbeitete auf einer afrikanischen Genversuchsfarm und ist Sohn des amerikanischen Senators Gorman. Vor seinem Tod schaffte er es noch, Forschungsdaten an seinen Vater zu mailen; tödliche Daten über sich verändernde DNA in genmanipuliertem Mais – wer sie sich näher ansehen will, ruft ein Trio von Profikillern auf den Plan. Da werden Labore gestürmt, im Körper explodierende Pfeile verschossen und Handgranaten verteilt, als wären es Tennisbälle. Und auch das Artefakt, das der Pater noch vor seinem Tod verstecken konnte, ist von höchstem Interesse für die Hintermänner der Killer.

Die Zukunft der Menschheit steht auf dem Spiel: ein teuflischer Plan
Die Sigma-Agenten, darunter Gray, Monk und Painter, Kowalski und Creed, haben diesmal also wirklich mächtige Gegner, und an allen Ecken der Welt eröffnen sich Kampfschauplätze. Der Geheimbund, „Die Gilde“ genannt, scheint schon über die Welt zu regieren, hat Menschen wie Ivar Karlsen in der Hand. Der Chef des Weltkonzerns „Viatus“ experimentiert mit genetisch veränderten Pflanzensorten und, natürlich, auch mit weitaus Schlimmerem … Die Zukunft der Menschheit steht auf dem Spiel – denn Karlsen und die Hintermänner wollen die Welt beherrschen, indem sie die Nahrung kontrollieren. Und dahinter steckt ein wahrlich teuflischer Plan …

Zerstörerische Pilzorganismen: nichts für schwache Nerven!
Wie Rollins diesen Kampf auffächert, an verschiedenste Schauplätze legt und immer noch etwas Unerwartetes draufsetzt – das ist nichts für schwache Nerven und spannend bis zur letzten der über 500 Seiten! Denn natürlich tut die Sigma Force Menschenmögliches, das Schlimmste zu verhindern. Oft genug scheint es, als ob alles verloren sei, der sichere Tod drohen würde. Denn die Killermaschinen des Gegners tauchen in immer neuen Formationen auf, verfolgen Sigma-Agenten in Rom, fackeln dabei fast das Kolosseum ab oder stürmen in Spitzbergen den Doomsday-Bunker, in dem das weltweite Saatgutvorkommen archiviert wird. Die Samenbank ist von größtem Interesse – und auch Moorleichen, mit einem hochgefährlichen Pilzorganismus versetzt, scheinen eine entscheidende Rolle in diesem tödlichen Spiel zu spielen.

Uraltes Wissen, Geheimgänge und ein Gegenmittel
Uraltes Geheimwissen spielt hier nicht nur eine mystische Rolle, sondern könnte ganz konkret helfen, das Gegenmittel zu den tödlichen Pilzen zu finden. Mühsam setzen die Sigma-Agenten die Puzzleteile zusammen, recherchieren in jahrhundertealten heiligen Stätten, entdecken Geheimgänge hinter Klostermauern, werden von ausgeklügelten Schutzmechanismen immer wieder gestoppt, und auch bei Doppelagentin Seichan ist nie klar, ob sie einem Sigma-Agenten nun das Leben rettet oder das Gegenteil tut … Trickreich schafft es James Rollins, uns bis zuletzt in Hochspannung zu versetzen, und viele seiner Themen – von aktuellen wie genmodifizierter Nahrung, Überbevölkerung, Biotreibstoff oder dem weltweiten Bienensterben bis zu den mythologischen oder historischen wie den Prophezeiungen des heiligen Malachias, der Geschichte des neolithischen Englands oder dem Doomesday Book – sind historisch oder wissenschaftlich belegt. Natürlich bedient sich auch James Rollins seiner schriftstellerischen Freiheit und kombiniert so, dass sein Buch „Das Flammenzeichen“ die Spannung, den Drive bekommt, den er sich dafür gewünscht hat. – Den Drive einer Achterbahnfahrt, bei der immer klar ist: Wenn es ruhig hinaufgeht, wartet an der Kuppe unweigerlich das wilde Rasen in die Tiefe. Magenkribbeln und Gänsehaut inklusive!

Carsten Hansen
Literaturtest
Berlin, Mai 2011

Das Flammenzeichen Blick ins Buch

James Rollins

Das Flammenzeichen

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