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John Gwynne: Die Getreuen und die Gefallenen

John Gwynne im Interview zu seiner Fantasy-Serie »Die Getreuen und die Gefallenen«

Wussten Sie, dass John Gwynne Angst vor Spinnen hat?

Gwynne, John
© Andrew Campbell

Eine kurze Biographie:
Mein Vater war bei der Royal Air Force, meine Kindheit habe ich daher damit verbracht, ungefähr alle drei Jahre umzuziehen. In Eastbourne habe ich mein Abitur gemacht und meinen Bachelor an der Universität von Brighton; dort habe ich dann auch den Bachelor of Honors erhalten. Meine Frau heißt Caroline, wir haben vier Kinder: Harriett, James, Edward und William. Zunächst arbeitete ich als Universitätsdozent, habe aber aufgehört, um meine Frau bei der Pflege unserer behinderten Tochter zu unterstützen. Jetzt kümmern wir uns gemeinsam um Harriett und betreiben nebenbei ein Antiquitäten- und Accessoire-Geschäft.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, Autor zu werden?
Ich habe angefangen zu schreiben, weil ich ein Hobby brauchte, das sich auch zu Hause umsetzen lässt. Ich hatte gerade mit dem Unterrichten an der Uni aufgehört, um meine Frau zu unterstützen. Caroline kümmerte sich bis dahin allein um Harriett. Schreiben stellte sich dann als das Hobby heraus, mit dem ich etwas „Ich-Zeit“ in dem ganzen Durcheinander des Alltagslebens gewinnen konnte. Das war 2002, und damals machte ich mir keinerlei Gedanken, ob mein Manuskript jemals veröffentlicht werden würde.

Wo finden Sie die Inspiration für Ihre Romane?
An vielen Orten. Fantasy-Geschichten habe ich schon immer geliebt und besonders Tolkien und Gemmell hatten großen Einfluss auf mich. Ich liebe Mythologien – besonders keltische, nordische und griechisch-römische. Und ich liebe altertümliche Geschichte. In meinem Schreibprojekt führte ich sie alle zusammen, recherchierte viel und am Ende entstand dann Die Getreuen und die Gefallenen.

An was für einer Geschichte arbeiten Sie im Moment?
Ich habe gerade Dread beendet, das erste Buch der neuen Reihe Of Blood and Bone. Es spielt in derselben Welt wie Die Getreuen und die Gefallenen, allerdings hundert Jahre nach dem abschließenden vierten Band Ungnade.

Wer sind Ihre Lieblingsautoren? Und warum?
J.R.R. Tolkien, David Gemmell und Bernard Cornwell.
Dank Tolkien habe ich mich das erste Mal in Fantasy verliebt. Der Hobbit habe ich gelesen, als ich noch sehr jung war, ungefähr acht oder neun Jahre. Bei Der Herr der Ringe war ich ein paar Jahre älter; die Bücher haben mich in eine komplett andere Welt versetzt.
In meinen Teenager-Jahren habe ich dann David Gemmell entdeckt. Die Legende war das erste Buch, wegen dem ich eine ganze Nacht wach geblieben bin, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Ich bewundere Gemmell dafür, wie er Figuren erschafft, die voller Fehler sind und dann doch zu Helden werden.
Bernard Cornwell schreibt die besten Kampfszenen, die ich je gelesen habe; mit Charakteren, die mir sehr viel bedeuten.

Welches Buch haben Sie in letzter Zeit gelesen?
Ich lese gerade War Master’s Gate von Adrian Tchaikovsky. Es ist das neunte Buch seiner Die Schwarmkriege-Reihe, die ich für absolut genial halte.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?
Liebe und Freundlichkeit. Familie und Freunde. Und versuche immer häufig zu lachen und zu lächeln.

Was tun Sie, wenn Sie nicht gerade schreiben?
Dann spiele ich Taxifahrer und Sklave für meine Kinder.

Fünf Dinge über Sie, die wir noch nicht wissen…
1. Ich spiele Kontrabass und habe in einer Rock‘n’Roll-/Rockabilly-Band gespielt. Aber das ist so lang her, da hatte ich sogar noch Haare auf dem Kopf!
2. Einmal habe ich für Darrell Higham, den Gitarristen und Ehemann von Imelda May, gespielt.
3. Meine Frau sagt, dass ich süchtig nach Eiscreme wäre.
4. Ich habe Angst vor Spinnen.
5. Und ich liebe Hunde – momentan habe ich vier: einen Akita namens Storm und drei ungezogene Foxterrier namens Potter, Myrtle und Ginny.

Wie würden Sie Ihre Geschichte in einem Satz beschreiben?
Tolkien trifft auf Braveheart mit Riesen und Drachen.

Was hat Sie zu ihren Büchern inspiriert?
Da gibt es so viele Einflüsse, es ist schwer einzelne Aspekte rauszupicken. Das verlorene Paradies von John Milton war sicher eine große Inspiration, sprich der Kampf zwischen Engeln und Dämonen. Aber auch Cäsars gallischer Krieg hat mich stark inspiriert: Eine neue Art der Kriegsführung, Politik und militärischen Strategie. Außerdem die altertümlichen Mythologien sowie die Riesen der keltischen und altnordischen Mythologie.

Wer ist Ihr Lieblingscharakter in dem Roman und warum?
Die Antwort fällt mir schwer, da ich alle meine Figuren gern habe, auch die bösen Jungs.
Vielleicht Maquin – er hatte es ziemlich schwer, blieb aber trotzdem seinen Prinzipien treu. Und natürlich Corban: ein junger Mann, der einer Macht gehorchen muss, die er einfach nicht kontrollieren kann. Wie bei uns allen stehen für Corban Liebe, Freundschaft und Familie im Mittelpunkt seiner Entscheidungen, die er früher oder später treffen muss.

Welche Szene war am schwierigsten zu schreiben?
Definitiv die letzte Szene des Abschlussbandes Ungnade. Nachdem mich die Charaktere 14 Jahre lang begleitet haben, war es schon sehr schwer für mich, als ich ihnen „Auf Wiedersehen“ sagen musste.

Welche Leser werden Freude an Ihrem Buch haben?
Das ist schwer zu beantworten – Leute wie ich, vermute (oder hoffe!) ich, die Fantasy und historische Romane mögen. Ich liebe Fantasy-Epen und große Schlachten, aber ich wollte auch über Themen wie Liebe, Freundschaft und Familie schreiben. Und zwar episch und zugänglich zugleich.

Gibt es irgendwelche anderen Bücher, die Sie mit ihrer Arbeit vergleichen würden?
Ich persönlich finde das schwer. Andere Leute hingegen bemerkten Ähnlichkeiten zu David Gemmell – was ich als großes Kompliment empfinde, da er einer meiner absoluten Lieblingsautoren ist. Die Getreuen und die Gefallenen ist ein Epos mit Engeln, Dämonen, Riesen und Menschen, die sich alle im Krieg befinden, und unter diesem Aspekt kommen mir eher epische Schriftsteller wie Tolkien und George R.R. Martin in den Sinn.

Möchten Sie ein paar Worte an Ihre deutschen Leser und Leserinnen richten?
Ich bin wirklich begeistert, dass Die Getreuen und die Gefallenen ins Deutsche übersetzt werden. Und ich bin beeindruckt von der Leidenschaft und der innovativen Herangehensweise des Blanvalet-Verlags. Als Fan epischer Fantasy liebe ich es, wenn mich Bücher in eine andere Welt transportieren können; eine Welt voller fantastischer Kreaturen mit lebhaften Charakteren, die eine Mission haben und dafür mit allen Mitteln kämpfen. Ich hoffe, dass auch Die Getreuen und die Gefallenen etwas Ähnliches bei meinen deutschen Lesern bewirkt; dass sie gut unterhalten werden und für eine Weile in eine andere Welt abtauchen.

Macht - Die Getreuen und die Gefallenen 1 Blick ins Buch

John Gwynne

Macht - Die Getreuen und die Gefallenen 1

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