Neulich sagte meine Frau zu mir: «Warum schreibst Du nicht endlich mal was mit Niveau? Ich würde gerne mal eine welthaltige, vielschichtige Romanhandlung von Dir lesen, ein Panoptikum an Figuren, eine ausgebuffte Mischung aus Action und Reflexion, Gesellschaftskritik und psychologischem Tiefgang, vielleicht sogar auch eine raffiniert eingebaute Krimihandlung, meinetwegen gern auch mit ein bisschen geschmackvoll beschriebenem Sex gewürzt, mach doch, Du kannst das!»
Und ich setzte mich an mein Notebook und schrieb ...


Nach den Bestsellern »Beim Dehnen singe ich Balladen« und »Der König der Tiere« :

»Nudel im Wind«

Hörbuch und Buch

Sein erster Roman:

»Ich möchte Ihnen eine ziemlich unglaubliche Geschichte erzählen. Ich weiß, das ist kein glücklicher Anfang für ein Buch, das seine Leser vom ersten Satz an in den Schwitzkasten nehmen und bis zum letzten Wort nicht mehr rauslassen soll.

‹Sie hatten ihm die Kehle durchgeschnitten und ihn dann im Urinal ausbluten lassen› ist da schon ein anderes Kaliber, aber in der Welt der sinnlos waltenden rohen Kräfte bin ich nicht so zu Hause wie in der Psyche der Sanftmütigen, Unscheinbaren mit ihren kleinen liebenswerten Macken.«

Der erste Sitcom-Roman der Weltliteratur – als Hörbuch von ihm selbst gelesen:

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Interview zum ersten Roman

Jürgen von der Lippe im O-Ton – das Interview aus dem Tonstudio:

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In welchem Regal würdest du deinen Roman einordnen?
Bildungsroman, Politisches Manifest, Krimi oder Kochbuch?


Ich würde es in der Spalte „Jürgen von der Lippe“ einordnen, wo die anderen 14 Bücher schon stehen.

Du hast also ein eigenes Regal?

Das will ich doch schwer hoffen. Bei mir zu Hause habe ich das.

Du bist einer, der neben dem Witz auch immer eine Botschaft vermittelt. Würdest du dich für einen Lehrer der Weisheit oder gar einen Philosophen halten?

Mein Lieblingsphilosoph ist Epikur, der zu seinen Lebzeiten als vergnügungssüchtig beschimpft wurde, was er überhaupt nicht war. Er hat die einfachen Genüsse gepredigt. Als Beispiel jetzt: Wenn man seine Ehe brechen möchte, wenn man sich davon eine wunderschöne Erfahrung verspricht, sollte man sich mal überlegen, ob die drei Minuten Wohlgefühl die fünf Monate wett machen, die man anschließend die Hölle hat, falls die Frau es herausfindet. Das ist so meine Linie.

Das Hörbuch hat ja einen unbestreitbaren Mehrwert gegenüber dem Buch, weil es hier - von dir gesprochen - über 40 verschiedene Stimmen zu hören gibt, darunter Theo Lingen, Helge Schneider, Howard Carpendale, Konrad Adenauer … Wer würde dir noch einfallen?

Theo Lingen habe ich nicht gesprochen. Hast du dich mal an den erinnert gefühlt?

Immer. Immer wenn der Kollege Programmchef „Ne wa? Nich wa?“ gesagt hat. Das ist typisch Theo Lingen.

Nein. Das ist eigentlich eine existierende Figur und zwar war das der Vater eines meiner Schulkameraden, der war in einem Konzern und hat so gesprochen [imitiert den Vater]. Das war der.

Komisch, mich hat es total an Theo Lingen erinnert.

Ja, aber auch schön. Ich habe natürlich Theo Lingen geliebt als Kind. [singt] Der Theodor, der Theodor, der steht…

... im Fußballtor. Wie der Ball auch kommt, wie der Schuss auch fällt, der Theodor, der hält.
Wen hattest du noch so im Kopf, als du dir die Stimmen für das Hörbuch zurechtgelegt hast?


Man hat einen Stamm von Stimmen und da gibt es mehrere Möglichkeiten. Man hat konkrete Leute vor Augen, die man einfach nachmacht. Calli Calmund mache ich zum Beispiel sehr gerne. Und dann gibt es die Möglichkeit, wie man physisch die Stimme verändert durch Verschiebung, (Unterkiefer nach links, Unterkiefer nach rechts, etc.) oder verschiedene Tonhöhen. Natürlich ist man, wenn ein Mann Frauen sprechen muss, in der Range etwas eingeschränkt. Nun habe ich das Glück, dass ich in meinem Leseprogramm, das ich gerade abgeschlossen habe, einen Text habe, bei dem ich 15 Tierstimmen und einen Mensch auf engstem Raum und in rasendem Wechsel bedienen muss. Das hat mir natürlich sehr geholfen, die 16 Stimmen hatte ich schon mal. Und den Rest hat man aufgefüllt. Wo ich wirklich ins Schleudern gekommen bin, ist wenn Lüpke auf Helge trifft und dann noch der Autor Hamburger [hinzukommt], das war eine sportliche Herausforderung.

Und die hast du wunderbar gemeistert. Mir fiel auf, du hast nur Dialekte nördlich des Weißwurstäquators benutzt. Es gibt bei dir kein Bayerisch, kein Fränkisch, kein Schwäbisch.

Fränkisch wäre Lothar Matthäus: „Der Gürtel muss zu die Schuh passen“. Aber über dieses Zitat hinaus geht es nicht, Schwäbisch auch nicht. Ich würde es sehr gerne können, allein schon wegen Jogi Löw. „Tschhh“. Also das Einziehen. „Tschh, es is högscht, es isch högscht gefährlich.“ Man könnte sich das drauf schaffen, aber das hat damit zu tun, dass ich in mehreren Büchern von einem Autor, den ich sehr schätze, einen Wiener Kellner sprechen musste und da habe ich einen Coach gebraucht, der mir jeden Satz vorbetet. Also Bayrisch, das geht a bisserl, aber nicht doll. Da gibt es natürlich Kollegen, allen voran Frankenfeld, der nach wie vor ungeschlagen ist. Mit der Wetterkarte war das, oder?
Ne, ich bedauere das. Ich würde schon gerne sämtliche Dialekte haben, aber es ist mir halt nicht gegeben. Vielleicht kann man es sich mal erarbeiten, aber es ist natürlich viel leichter, wenn man tatsächlich mal in der Gegend ist.

Abschlussfrage: Es gab zwei berühmte deutsche Hits, „Nackt im Wind“, von einer Gruppe, die sich damals „Künstler für Afrika“ nannte und „Stimmen im Wind“ von Juliane Werding. Jetzt erwarten wir natürlich alle, wie im Roman angedeutet, „Nudel im Wind“. Wann kommt der Song raus und würdest du gerne mit Peter Maffay als Duett-Partner dabei auftreten?

Ich würde mir auch noch andere Duett-Partner wünschen wollen. Die Titelwahl für „Nudel im Wind“, das kann ich jetzt schon sagen, war eine sehr glückliche, weil ich durch die Ankündigung bei Facebook weiß, was das in den Köpfen der potenziellen Käufer anrichtet. Ein Mädchen schrieb: „Jürgen, was hast du getan? Ich krieg das Bild nicht mehr aus dem Kopf“. Was auch immer sie meint. Aber die Spekulationen darüber sind sehr viele und sehr lustige. In der Tat würde ich selbst es nicht machen [einen Song aufnehmen], aber wenn jemand kommt oder mehrere kommen, dann könnte man überlegen, ob man Stefan Raab fragt, ob er nicht einen Song-Contest machen möchte, mit 10 eingereichten Nudel-Liedern, die er produziert. Und dann kann er auch moderieren. Ich würde es als Ehrengast in Hermelinmantel und Krone in einem eigens ausgeleuchteten Sitz verfolgen. Das wäre schon sehr schön.

Dann drücken wir die Daumen, dass es dazu kommen wird und sagen ganz herzlichen Dank und viel Spaß für alle, die sich das Hörbuch dann demnächst anhören dürfen.

Ja, ich danke dir.

Hörbuch und Buch

Jürgen von der Lippes »Nudel im Wind«

Von ihm selbst gelesen – oder zum Selberlesen:

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Das berüchtigte Asssoziations-Spiel aus Jürgens Live-Shows!
Bei uns ist der Meister selbst gefragt. Jetzt im Original hören:

Jürgen von der Lippe, was assoziieren Sie mit ... ?

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Nebukadnezar: Ein ägyptischer König. In meinem Buch ein Papagei.

Mulligatawny-Soup: Mulligatawny-Suppe ist eine indische Hühnersuppe, mit der man jedes Jahr zu tun hat – nämlich bei der Silvestersendung Dinner for One. Miss Sophie reicht sie als Suppe. Es gibt viele Variationen dieses Rezepts, man findet es zwar gar nicht so oft auf indischen Speisekarten, es ist aber ein Klassiker. Das Rezept, das ich im Buch reiche, habe ich sehr häufig ausprobiert und es ist wirklich eine fantastische Rezeptur.

Xenologophilie: Das ist die Liebe zu Fremdwörtern. Griechisch: xenos – fremd, philie – Liebe. Ich gebe ja sehr gerne und begeistert den Klugscheißer. Ich bin da ja auch in guter Gesellschaft in der deutschen Comedy-Szene. Ich sage nur Bernhard Hoëcker oder Wigald Boning. Das ist eine wunderschöne Geschichte, die auf meinen Volksschullehrer zurückgeht, der meine Eltern überredet hat, mich statt auf ein neusprachliches Gymnasium auf das altsprachliche Gymnasium zu schicken. Ich habe also Latein und Griechisch gelernt. Das Argument war damals: Wer das lernt, der wird jedem anderen Studenten, was logisches Denken angeht, überlegen sein. Das ist dummes Zeug. Da würden Französisch, Italienisch oder Spanisch dieselben Dienste leisten, das sind schließlich alles romanische Sprachen. Ich würde mein Kind heute, wenn ich eins hätte, in jedem Fall eine lebende Sprache lernen lassen. Das heißt, da ich es ja nun mal gelernt habe, muss ich gucken, wo ich bleibe, wozu es gut ist und dann reicht es halt noch zum Angeben und irgendwas muss man davon haben. Das muss man jetzt mal menschlich auch verstehen.

Heteropaternale Superfekundation: Das ist die Mehrfachzeugung. Das heißt, eine Frau kann – nicht nur theoretisch, das ist praktisch schon passiert – ein weißes und ein schwarzes Baby gebären, Zwillinge, die in der Tat von zwei Vätern stammen.

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