KU-Praxis

Für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden

ku-praxis stellt den Unterrichtenden Arbeitshilfen und Materialien zum Gelingen des Konfirmandenunterrichts und für die Arbeit mit anderen Gruppen in der Gemeinde zur Verfügung.

Zentrale Themen des Konfirmandenunterrichts werden so für die Praxis aufgearbeitet. Bausteine und Entwürfe für die Arbeit mit Konfirmanden, Konfirmandinnen und anderen Gemeindegruppen bilden die Schwerpunkte jedes Heftes. Theoriebeiträge beleuchten relevante Aspekte des jeweiligen Themas.

Zum Heft 2018: Hass und Nächstenliebe

Weltberühmt ist das Coverbild des 63. Heftes KU-Praxis. Der Blumenwerfer in Ramallah. Es stammt von einem Künstler, der anonym bleiben will, Banksy nennt er sich. Einer holt aus und wirft: keinen Stein, sondern einen Blumenstrauß. Banksy und viele weitere Künstlerinnen und Künstler haben sich für ihre Arbeit eine Region ausgewählt, in der man weiß, was Gewalt und Hass anrichten, ganz alltäglich.

Der Nahost-Konflikt ist weit weg, könnte man denken. Deshalb ist die Streetart von Banksy für uns und unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden in Deutschland vielleicht auch weit weg. Andererseits: Antijüdische Sprüche werden in Schulen und an anderen Orten außerschulischer Jugendarbeit genug gemacht. Antimuslimische Ressentiments ebenfalls. Die Debatte um Hate-Speech hat dies mehr als deutlich werden lassen. Gewalt und Hass sind täglicher Teil der Nachrichten, die viele Kinder und Jugendliche kennen. Weil sie eigene Erfahrungen haben und mediale Eindrücke gesammelt haben.

Dieses Heft bietet vielfältige Wege, sich mit Hass und dem auseinanderzusetzen, was wir ihm entgegensetzen können. Da sind individuelle, soziale und im engeren Sinne religiöse bzw. christliche Zugänge: Es geht darum, Hass zu überwinden, indem man die eigenen Bedürfnisse entdeckt und erfüllt. Haben Sie sich schon einmal eine Hitliste für Ihre eigenen Bedürfnisse notiert und auch noch an ihrer Erfüllung gearbeitet? Es geht um die Sensibilisierung für Klischees und Vorurteile, die Hass legitimieren. Dann werden Projekte für das Einüben gewaltfreier Kommunikation und regelgemäßen Verhaltens innerhalb von Gruppen vorgestellt. Seit Jahrhunderten begleiten die Psalmen Menschen und verhelfen dazu, Hass in ihren Worten zu bergen.

Auch die konkrete Begegnung mit fremden Kulturen und Religionen, wie etwa beim Besuch einer Moschee, kann dazu beitragen, negative Gefühle gegenüber religiösen oder ethnischen Gruppen zu verändern. »Jump« hat mich beeindruckt, ein Projekt zur Arbeit mit Jugendlichen, die aus rechtsextremen Gruppen aussteigen wollen. Hass verwandeln in Empathie, vielleicht sogar in Liebe, in Nächstenliebe, das ist die vielversprechende Orientierung, der rote Faden.

Schließlich: In seinem Grundsatzartikel fordert Markus Weingardt die kirchliche Bildung heraus: »Wenn sie einen friedensethischen Anspruch hat, warum hört man ihre Stimme dann nicht? Wo ist eine Ethik des Friedens und der Gewaltlosigkeit denn überhaupt noch zu finden? Ist nicht eher das Gegenteil der Fall: dass nämlich religiöse Akteure vor allem als Brandstifter, mindestens aber Brandbeschleuniger in Erscheinung treten?«

Die kirchliche Jugendarbeit ist ein Ort, diesen Anfragen, aber eben auch der Macht von Hass im Leben von Jugendlichen etwas entgegenzusetzen. Es zu tun, muss nicht überfordern. Vorschläge dazu finden sich in diesem Heft genug.

Für die Herausgeber
Ilona Nord

Aktuelles Handbuch und Hefte der Reihe »KU-Praxis«

Herausgeberkreis und Redaktion

Herausgeber:

OLKRin Dr. Kerstin Gäfgen-Track, Hannover; Pfarrer Carsten Haeske, Schwerte; Direktor Uwe Martini, Dietzenbach; Dr. Ilona Nord, Frankfurt
in Zusammenarbeit mit dem Comenius-Institut, Münster, und den Referentinnen und Referenten für Konfirmandenunterricht in den Religionspädagogischen Instituten, Katechetischen Ämtern und Arbeitsstellen der Gliedkirchen der EKD in Berlin, Bonn, Bremen, Bückeburg, Dietzenbach, Drübeck / Neudietendorf, Greifswald, Hamburg, Heilsbronn, Karlsruhe, Kassel, Landau / Speyer, Loccum, Ludwigslust, Moritzburg, Oldenburg, Schwerte, Stuttgart, Wolfenbüttel.

Redaktion:

Rainer Franke, Studienleiter für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden am Pädagogisch-Theologischen Institut der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.
Anschrift: Dorothee-Sölle-Haus, Königstraße 54, 22767 Hamburg, E-Mail: rainer.franke@pti.nordkirche.de

Steffen Weusten, Dozent für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden am Pädagogisch-Theologischen Institut der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und der Evangelischen Landeskirche Anhalts,
Anschrift: Klostergarten 6, 38871 Drübeck, E-Mail: steffen.weusten@ekmd.de

Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Haftung übernommen werden. Manuskripte bitte bevorzugt in elektronischer Form einsenden.

Gegen den rauen Tonfall in unserem Leben miteinander

KU-Praxis 63: Hass und Nächstenliebe

Mit dem Heft »Hass und Nächstenliebe« tritt KU Praxis dem rauen Tonfall im öffentlichen Raum entgegen, der besonders im Umfeld der Flüchtlingskrise deutlich geworden ist. Der Orientierungsartikel zeigt, wie religiös motivierte Friedensarbeit gelingen kann. Die Bausteine für die konkrete Konfirmandenarbeit bieten Anregungen und handlungsorientierte Ansätze, wie eigene Erfahrungen eingebunden und eine gewaltfreie Kommunikation jenseits von »Shitstorm« und »Counterspeech« eingeübt werden können. Informative Einblicke in Themen wie »Mobbing« oder »Kampfesspiele« und den Einfluss von Computerspielen auf Jugendliche bietet das Forum. Zu allen Bausteinen werden Ablaufpläne und Materialien auf CD-ROM mitgeliefert.

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