KU-Praxis

Für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden

ku-praxis stellt den Unterrichtenden Arbeitshilfen und Materialien zum Gelingen des Konfirmandenunterrichts und für die Arbeit mit anderen Gruppen in der Gemeinde zur Verfügung.

Zentrale Themen des Konfirmandenunterrichts werden so für die Praxis aufgearbeitet. Bausteine und Entwürfe für die Arbeit mit Konfirmanden, Konfirmandinnen und anderen Gemeindegruppen bilden die Schwerpunkte jedes Heftes. Theoriebeiträge beleuchten relevante Aspekte des jeweiligen Themas.

Zum Heft 2019: Leben und Tod

»Mitten wir im Leben sind von dem Tod umfangen«, so hat Luther ein mittelalterliches Lied ins Deutsche übertragen und hinzugefügt: »Kehr’s auch um: Mitten in dem Tode sind wir vom Leben umfangen.« In der Titelformulierung dieses KU-Praxis-Hefts liegt der Fokus auf dem Leben – vor und nach dem Tod.

Wie dicht Leben und Tod aufeinander bezogen sind, davon sprechen die Psalmen. Sie wissen von der Vergänglichkeit des menschlichen Lebens (Ps 90), vertrauen aber auch darauf, dass auf das irdische Leben ein Leben bei Gott folgt (Ps 73,23f; Ps 49,16). Der Tod ist zwar ein Bruch, aber keine Grenze in der Beziehung zu Gott: »Wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn« (Röm 14,8). Der Glaube hat nicht mehr als diese Hoffnung, die den Weg zum Leben weist.

Konfis interessieren sich für die Grenzbereiche des Lebens. Sie wissen auch, wie dicht der Tod dem Leben ist. In sozialen Medien, durch Musik, in Film und Fernsehen werden sie mit ihm konfrontiert, im Familien- und Freundeskreis haben sie vielleicht selbst schon erlebt, wie er ins Leben eingreift: Wenn ein Mensch krank wird oder stirbt. Wenn Beziehungen zu Ende gehen oder Lebenspläne zerbrechen.

Die Entwürfe des vorliegenden Heftes sollen Jugendliche dazu anregen, angesichts des Todes über ihr eigenes Leben nachzudenken, um so Antworten auf Lebensfragen zu finden: Was ist im Leben wichtig? Was erwartet mich am Ende? Kann ich über den Tod hinaus hoffen? Die Beiträge holen den Tod aus der Tabu-Ecke und helfen, offen mit ihm umzugehen. Immer regt dabei die Beschäftigung mit dem Tod zur Auseinandersetzung mit dem Leben an. Sie fördert die Fähigkeit, eigene Ängste sprachlich und kreativ auszudrücken. Sie ermutigt die Jugendlichen, ihre Fragen, Vorstellungen und Erfahrungen einzubringen und gemeinsam nach tragfähigen Antworten zu suchen, wie gutes, sinnerfülltes Leben gelingen kann.

Mit ihrem Orientierungsartikel »Vor und hinter dem Horizont – Vom Leben mit dem Tod und von der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod« stimmt Christina Costanza tiefsinnig und praxisrelevant ins Thema ein.

Bei den Bausteinen bietet das Heft eine breite Palette an Ideen und eine Vielzahl an methodischen Zugängen: Kintsugi, eine japanische Reparaturmethode für Keramik, lädt dazu ein, Schönheit im Unvollkommenen zu entdecken. Ein Ausflug in die Online-Welt erkundet Leben und Tod im Computerspiel. Mit dem Smartphone werden Erklärvideos zu biblischen Hoffnungsbildern erstellt. Handwerkliche Fähigkeiten werden beim Upcycling benötigt, das ausgedienten Dingen neues Leben einhaucht. Musisch-künstlerische Zugänge zu Popsongs oder Psalmworten erforschen das Spektrum möglicher Gefühle und Haltungen angesichts von Todes- und Lebenserfahrungen. Das Nacherleben der Passionsgeschichte in einer Nacht in der Kirche ermöglicht eine szenisch-emotionale Annäherung. Verbale Zugänge bietet das Theologisieren mit Konfi-Äußerungen zum Thema »Was kommt nach dem Tod?«. Gestalterische Ideen verwandeln das Kreuz in ein Symbol des Lebens: als Rahmen, in den tröstende biblische Worte oder Gebete eingewebt werden, als Lebensbaum oder farbenfrohes Hoffnungskreuz. Auch die Artikel im Forum sind beachtenswert: egal ob ein Besuch im Museum für Sepulkralkultur, Anregungen für Friedhofspädagogik oder der berührende Bericht von einer Sozialbestattung mit der Konfi-Gruppe. Hier wird exemplarisch deutlich, wie in der Konfirmandenarbeit religiöse Vollzüge für Jugendliche relevant werden können.

Vor einigen Jahren noch beklagte Christian Grethlein »die Unverbundenheit der religionsdidaktisch vermittelten Inhalte mit der Lebenswelt und den Anforderungen des praktischen Lebens«1. Das vorliegende Heft hat das Potenzial, diese Kluft zu überwinden.

Für die Herausgebenden
Carsten Haeske

Aktuelles Handbuch und Hefte der Reihe »KU-Praxis«

Herausgeberkreis und Redaktion

Herausgeber:

OLKRin Dr. Kerstin Gäfgen-Track, Hannover; Pfarrer Carsten Haeske, Schwerte; Direktor Uwe Martini, Dietzenbach; Dr. Ilona Nord, Frankfurt
in Zusammenarbeit mit dem Comenius-Institut, Münster, und den Referentinnen und Referenten für Konfirmandenunterricht in den Religionspädagogischen Instituten, Katechetischen Ämtern und Arbeitsstellen der Gliedkirchen der EKD in Berlin, Bonn, Bremen, Bückeburg, Dietzenbach, Drübeck / Neudietendorf, Greifswald, Hamburg, Heilsbronn, Karlsruhe, Kassel, Landau / Speyer, Loccum, Ludwigslust, Moritzburg, Oldenburg, Schwerte, Stuttgart, Wolfenbüttel.

Redaktion:

Rainer Franke, Studienleiter für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden am Pädagogisch-Theologischen Institut der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.
Anschrift: Dorothee-Sölle-Haus, Königstraße 54, 22767 Hamburg, E-Mail: rainer.franke@pti.nordkirche.de

Steffen Weusten, Dozent für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden am Pädagogisch-Theologischen Institut der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und der Evangelischen Landeskirche Anhalts,
Anschrift: Klostergarten 6, 38871 Drübeck, E-Mail: steffen.weusten@ekmd.de

Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Haftung übernommen werden. Manuskripte bitte bevorzugt in elektronischer Form einsenden.

Gegen den rauen Tonfall in unserem Leben miteinander

KU-Praxis 63: Hass und Nächstenliebe

Im Konfi-Alter denken viele Jugendliche ganz grundsätzlich über ihr Leben und dessen Ende nach. Das sieht man an dem nachhaltigen Erfolg aller Konfi- Einheiten, die um das Thema Jenseits kreisen. Dieses Heft wird einen Orientierungsartikel von Dr. Christina Costanza (Studienleiterin am Theologischen Studienseminar in Pullach) bieten. Konkret wird das Thema in Bausteinen wie „Kintsugi - Gott macht ganz“, in dem die traditionelle japanische Reparaturmethode für Keramik in der Konfi- Arbeit fruchtbar gemacht wird. Der Baustein „Let´s play. Leben und Tod im Computerspiel“ nähert sich medienpädagogisch dem Thema an. In dem Baustein „Haus am See“ entwerfen die Konfis ihre eigene Vision eines gelungenen Lebens in einem Erklärvideo. Darüber hinaus präsentiert das Heft noch viele weitere Bausteine und Einblicke in aktuelle fachliche Diskussionen

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