Am 28. Juni 1919 mussten die deutschen Minister Hermann Müller und Johannes Bell den Friedensvertrag von Versailles unterzeichnen. Ein Vertrag, den eigentlich keiner der Beteiligten wollte. Auch nach dem Frieden von Versailles entflammten neue Konflikte und die mit dem Vertrag verbundenen Hoffnungen auf friedliche Zeiten erwiesen sich als Trugschluss.

Das 20. Jahrhundert ist geprägt von Kriegen und Friedensbeschlüssen – menschlichen Tragödien und Konflikten. Es ist für die Gegenwart unerlässlich, sich die Geschichte dieses Jahrhunderts bewusst zu machen und aus ihr zu lernen. So erklärt der Historiker Eckart Conze in seinem Buch »Die große Illusion«, warum der Versailler Vertrag von 1919 die Welt bis heute prägt, bei Anne Applebaum erfahren wir, wie die ukrainische Hungersnot von 1932/33 die aktuelle Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine beeinflusst und Gregor Schöllgen gibt in »Hundert Jahre Weltgeschichte« einen Überblick über dieses aufreibende Jahrhundert.

Nur wer die Geschichte kennt, kann aus ihr lernen – kann aktuelle Geschehnisse und politische Strömungen bewerten und einordnen. Deshalb möchten wir Ihnen die folgenden Bücher eindrücklich empfehlen.

Der Frieden, den keiner wollte: Der Versailler Vertrag und seine Folgen

Der Versailler Vertrag hat die Welt geprägt bis heute – alte Reiche versanken, moderne Nationalstaaten erwachten, es entflammten aber auch neue Konflikte, ob auf dem Balkan oder im Nahen Osten. Dabei waren 1919 die Hoffnungen der ganzen Welt darauf gerichtet, dass nach dem Krieg eine stabile Ordnung geschaffen und dauerhafter Friede herrschen würde. Doch wie Eckart Conze zeigt, erwiesen sich alle Hoffnungen als gewaltige Illusion. Denn weder die alliierten Sieger noch das geschlagene Deutschland und die anderen Verlierer waren bereit, wirklich Frieden zu machen. Der Krieg in den Köpfen ging weiter, mit verheerenden Folgen.

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Umfassende Darstellung eines der größten Menschheitsverbrechen

Der gegenwärtige Konflikt um die Ostukraine und die Krim ist ohne diese historische Last nicht zu verstehen - der erzwungene Hungertod von mehr als drei Millionen Ukrainern 1932 und 1933, Holodomor genannt, war eine der größten Katastrophen des 20. Jahrhunderts. Und sie hat Folgen bis heute – Stalins „Krieg gegen die Ukraine“ hat sich tief im kollektiven Bewusstsein der osteuropäischen Völker verankert.
Pulitzer-Preisträgerin Anne Applebaum zeigt Stalins Terrorregime gegen die Ukraine, die Umstände der Vernichtungspolitik - und verleiht zugleich den hungernden Ukrainern eine Stimme. Ein gewaltiges Buch, erschütternd und erhellend zugleich.

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Die verdrängten Verbrechen am Ende des Krieges

Die Soldaten, die am Ende des Zweiten Weltkriegs Deutschland von der nationalsozialistischen Herrschaft befreiten, brachten für viele Frauen neues Leid. Entgegen der weit verbreiteten Vorstellung wurden dabei nicht nur »die Russen« zu Tätern, sondern auch Amerikaner, Franzosen und Briten. Auf Basis neuer Quellen und anhand vieler Lebensgeschichten beschreibt Miriam Gebhardt erstmals historisch fundiert das Ausmaß der sexuellen Gewalt bei Kriegsende und in der Besatzungszeit.

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Die Konflikte der letzten 100 Jahre – wie sie entstanden, wie sie miteinander zusammenhängen

Wer die vergangenen hundert Jahre in den Blick nimmt, sieht eine Geschichte der Kriege. Gregor Schöllgen, einer der führenden deutschen Historiker, spürt dieser Geschichte nach. Ausgehend von der russischen Oktoberrevolution, mit der 1917 alles begann, beschreibt er die vielfältigen Gesichter dieses hundertjährigen Krieges: Revision und Intervention, Raub und Annexion, Säuberung und Vernichtung, Flucht und Vertreibung. Auf der nördlichen Halbkugel fror der Kalte Krieg den heißen Krieg für ein halbes Jahrhundert ein. Damit ist es nun vorbei. Im Krieg ist die Welt wieder vereint.

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