SPECIAL zu Lee Child

Jack Reacher ermittelt wieder – in "Sniper"

In „Sniper“ wird Reacher einmal mehr mit seiner Militär-Vergangenheit konfrontiert. In einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Indiana ermordet ein Heckenschütze in der Fußgängerzone kaltblütig fünf Menschen. Anhand von Indizien am Tatort gelangt die Polizei innerhalb weniger Stunden zu der Überzeugung, dass der Täter James Barr heißt, ein ehemaliger Scharfschütze der US-Armee. Barr wird in seiner Wohnung überrumpelt und ins Gefängnis gebracht. Hier verweigert er jede Aussage, selbst gegenüber dem Anwalt, der ihm helfen soll. „Lassen Sie Jack Reacher herkommen“, sind seine einzigen Worte – ausgerechnet den Mann, der wie kaum ein zweiter daran glaubt, dass Barr schuldig ist. Denn für Jack Reacher steht fest, dass James Barr schon während seiner Dienstzeit Menschen ermordet hat – und zwar vier korrupte US-Soldaten während des Golfkriegs, wobei die damalige Tat dem Amoklauf in Indiana auf verblüffende Art ähnelt.

Bevor Reacher allerdings mit Barr sprechen kann, wird dieser im Gefängnis krankenhausreif geschlagen und fällt ins Koma. Reacher beginnt, die offensichtlichen Beweise zu überprüfen, und schon bald kommt ihm einiges merkwürdig vor. Es sind einfach zu viele, zu offensichtliche Fährten, die auf direktem Weg zu Barr, seinem Wohnort und seiner Waffe führen. Ein wenig zu offensichtlich für einen Soldaten einer Spezialeinheit, der für verdeckte Operationen ausgebildet wurde. Schon bald stellt Jack Reacher fest, dass in diesem Fall nicht viel so ist, wie es zunächst scheint. Eine Erkenntnis, die ihn in unmittelbare Gefahr bringt …

Lee Child wurde in den englischen Midlands geboren, studierte Jura und arbeitete dann zwanzig Jahre lang beim Fernsehen, wo er bekannte Thrillerserien wie „Prime Suspect“ („Heißer Verdacht“) oder „Cracker“ („Ein Fall für Fitz“) betreute. 1995 kehrte er der Fernsehwelt den Rücken und begann zu schreiben. Bereits mit seinem ersten Jack-Reacher-Roman erzielte er in seiner Heimat einen Bestseller und gewann bald darauf auch eine internationale Fangemeinde. 1998 ließ sich Child in seiner Wahlheimat USA nieder und begeistert seither seine Fans Jahr für Jahr mit einem neuen Reacher-Abenteuer. Er wurde mit einer Reihe von Literaturpreisen geehrt, darunter der „Anthony Award“, der renommierteste Preis für Spannungsliteratur.