Leserstimme zu
My First Love

My last Book wohl eher

Von: Müni
16.10.2018

In letzter Zeit war ich extrem angetan von deutschen Autoren, vor allem von denen, die Jugendbücher schreiben. Deshalb hatte ich mich auf "My First Love" von Tanja Voosen eingelassen. Die Autorin kannte ich bereits durch ihre Kinderbücher. Ihr Jugendbuch fiel mir zufälligerweise in die Arme. Ich war aufgeregt, motiviert und zugleich lesefiebrig. Doch dieser Zustand änderte sich bei mir nach nicht einmal 100 Seiten schlagartig. Da war nichts... einfach gar nichts. Zwischen mir und dem Buch gab es keine Verbindung. Das Buch selbst wurde schnell zu einer Quälerei für mich. Woran es lag? Der Roman braucht sehr, sehr lange bis er endlich ins Rollen kommt. Und mit "LANGE" meine ich wirklich lange. Man denkt sich nach 120 Seiten, dass endlich etwas passieren sollte, doch nichts kommt. Die Autorin schreibt viel zu lange Sätze und lässt ihre weibliche Protagonistin Cassidy über alles nachdenken und sprechen. Prinzipiell ist es kein Manko, doch irgendwann hatte man wirklich die Nase voll von ihren Gedanken und ihrer mitleidigen Familie. Wisst ihr wovon ich noch die Nase voll hatte? Die Streitereien zwischen Colton und Cassidy. Jedes Mal wenn diese zwei Protagonisten aufeinander trafen, gab es ein Wortgefecht. Manchmal war es durchaus witzig, aber seien wir mal ehrlich, necken ist eine Sache, aber das was zwischen Cassidy und Colton ablief, war zum Teil unerträglich. Es passiert sehr selten, dass ich einen Roman nicht weiterempfehle oder schlecht bewerte. Ich habe diesem Buch so viele Chancen gegeben, doch immer wieder landete es in der Ecke. Ich wollte es einfach nicht in die Hände nehmen. Ich musste mich regelrecht zwingen. Es gibt viele, die sicherlich mitgefiebert haben und das Buch großartig fanden, ich aber gehöre nicht zu dieser Gruppe und möchte den Roman deshalb auch nicht weiterempfehlen.