Leserstimme zu
Bonfire – Sie gehörte nie dazu

Gutes Debüt

Von: Missappledome
30.10.2018

Inhalt: Die schrecklichen Ereignisse ihrer Jugend haben Abby Williams zehn Jahre lang verfolgt. Als Anwältin muss sie nun noch einmal in ihre Heimat zurückkehren, um in einem Umweltskandal zu ermitteln. Kaum hat Abby die Provinzstadt in Indiana betreten, wird sie von der Clique empfangen, die sie damals tyrannisiert hat. Der Einfluss der drei Frauen scheint mit den Jahren noch größer geworden zu sein. Aber Abby lässt sich heute nicht mehr einschüchtern. Bald erkennt sie, dass das verstörende Ritual der Clique namens Das Spiel noch immer existiert. Laufen die Fäden tatsächlich in einem Netzwerk der Grausamkeit und Korruption zusammen? Und wird Abby ihre Angst überwinden, um dem perfiden Spiel ein Ende zu setzen? Meine Meinung: Ein gutes und solides Debüt der Autorin. Eine Protagonistin, die stark und erfolgreich nach Aussen wirkt. Eine Anwältin, die die Kleinstadt hinter sich gelassen hat, um eine Karriere in der großen Stadt zu finden und mit dem Ziel Umweltsünder an der Pranger zu stellen. Im Inneren aber leidet sie an einer tiefen Backstory Wound. Die Vergangenheit lässt sie nicht zur Ruhe kommen und hat sie unsicher und gebrochen zurück gelassen. Diese Schwäche macht es schwierig Empathie für Abby zu empfinden, als Leser fällt es schwer ihre Taten nachzuvollziehen, einfach weil man nicht in ihren Schuhen steckt. Viele haben das als negativ empfunden. Ich persönlich finde, dass man akzeptieren muss, dass Abby ein schwer traumatisierte Persönlichkeit hat und sie versucht das beste aus ihrer Situation zu machen. Im Großen und Ganzen eine spannenden Geschichte, die es sich zu lesen lohnt.