Leserstimme zu
Das Vogelhaus

Das interessante Leben einer Vogelforscherin

Von: Lesestrickeule aus Göttingen
06.11.2018


Der Roman "Das Vogelhaus" erzählt die Geschichte einer unglaublichen Vogelforscherin. Man weiß , dass es solche Menschen gibt , doch wie sie leben geschweige denn denken , weiß kaum keiner , denn die meisten Leben sehr zurückgezogen. So auch die Protagonistin ,Gwendolen , genannt Len, könnte man fast als eine Aussteigerin bezeichnen. In der Natur und unter Vögeln fühlt sie sich wohl, in der Stadt und unter Menschen ist es ihr eher unbehaglich.
Selbst die Beziehung zu ihrem Freund erfüllt sie nicht wirklich. Sie wagt einen neuen Lebensabschnitt , in dem sie nach England zieht und dort Vögel und ihr Verhalten erforscht. Immer wieder wird ihre Geschichte unterbrochen durch Einträge über Sternchen, Putzi und Drops. Sternchen ist Ihre Lieblings Kohlmeise.
Das Verhalten der Tiere wird so genau und detailliert beschrieben, dass man es unbewusst mit dem Verhalten der Menschen vergleicht.
Der Autorin , Eva Meijer , ist eine erstaunliche Leichtigkeit gelungen, so dass die Geschichte einfach nur so dahin fliegt. Darüber hinaus hat man das Gefühl , man kann die Protagonisten gut verstehen, denn sie sind wirklich gut, authentisch und verständlich dargestellt.
Mit diesem Buch lernt man die Forscher besser kennen und verstehen. Vor allem ihre Leidenschaft zu ihrem Beruf bzw. zu den Tieren ist wundervoll beschrieben. Der schon fast poetische Schreibstil passt sich wundervoll der Geschichte an. Ich kann mir gut vorstellen , dass dieses Buch nicht nur Vogelliebhabern gefallen wird!