Leserstimme zu
Total verliebt

Eine schöne Geschichte!

Von: Mona537
28.11.2018

Durch den Klappentext habe ich mich sofort angesprochen gefühlt, muss nun aber sagen, dass ich doch etwas anderes erwartet habe. Dies muss nicht unbedingt schlecht gewertet werden, es ist mehr so, dass der Klappentext meiner Meinung nach dem Buch nicht ganz gerecht wird. Wir folgen hier Andrew, von allen nur Drew genannt, einem der beliebtesten Footballspieler seines Colleges und Fable, armes Mädchen, das kellnert, um sich und seinen kleinen Bruder durchzubringen und den Stempel der „Dorfmatratze“ hat. Ihre Mutter ist absolut unzuverlässig und das hat Fable schon schnell erkannt, sodass sie die Reißleine zog und ihr Leben (und das ihres Bruders) selbst in die Hand nahm. Ab der ersten Seite habe ich mich wohlgefühlt, denn die Geschichte ist mitreißend und man befindet sich sofort im Geschehen, ohne sinnloses Geplänkel am Anfang. Das Buch wird abwechselnd von beiden Protagonisten geschildert. So haben wir gleich die Gelegenheit, beiden Protas zu folgen und ihre Gedankengänge nachzuvollziehen. Ich finde es immer spannend, wenn man beiden folgen kann, da mir in Schlüsselmomente ansonsten einfach die Gefühle fehlen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und man rutscht gut durch die Seiten. Bei Drew dachte ich, er sei der typische Footballspieler: witzig, tough und schlagfertig. Dass in ihm aber viel mehr steckt, zeigte sich nach und nach. Ich war mir nie sicher, ob er sein gesamtes Potential schon gezeigt hat. Er hat eine sehr weiche Seite und man merkt, dass ihn irgendetwas schwer zu schaffen macht. Fable hat einen miesen Ruf, ist aber ein anständiges Mädchen, das nur manchmal die falschen Entscheidungen getroffen hat. Sie will nur das Beste für ihren kleinen Bruder. Aus diesem Grund lässt sie sich auf Drews Deal ein: Fable soll ihn mit zu seinen Eltern begleiten und dort seine Freundin spielen – für 3.000 Dollar. Geld, was Fable dringend benötigt. Beide haben eine von Natur aus gegebenen Neugierde bezüglich ihres „Scheinpartners“. Drew hat allerlei Geheimnisse und Fable möchte ihm gerne helfen, und doch stoßen sie sich ständig gegenseitig weg. Aber wie ein Magnet, ziehen sie sich anschließend an. Ich war mir nie sicher, inwieweit Fable und Drew dieses „Spiel“ spielten oder doch ehrlich zu sich waren. Herzklopfen inklusive! Ich fand das Hin und Her absolut im Rahmen und es hat auch nicht genervt. Vielmehr habe ich mitgerätselt, warum Drew unbedingt eine Fake-Freundin mit zu seinen Eltern nehmen wollte. Die Auflösung hat mich dann doch überrascht. An manchen Stellen wollte ich die beiden einfach nur schütteln – wie immer stehen sich die Protas selbst im Weg… Aber das ist ja nichts Neues und muss ja auch so sein, ansonsten hätten wir keine Story, der wir folgen könnten. Das Buch ist tiefgründiger als gedacht und nicht so oberflächlich, wie es bei vielen New Adult Romanen ist. Das hat mir so gut gefallen, dass ich den zweiten Band kurz darauf gelesen habe. Ich gebe dem Buch gerne 4 von 5 Sternen!