Leserstimme zu
Bonfire – Sie gehörte nie dazu

Ein toller Debütroman mit einer sehr sympathischen Protagonistin.

Von: Daniela Vödisch
08.12.2018

Ich muss ehrlich sagen, dass ich die negativen Stimmen zu dieser Geschichte überhaupt nicht nachvollziehen kann. In einigen Rezensionen habe ich Beschwerden darüber gelesen, dass die Protagonistin Abby oft darüber nachdenkt und redet, was sie früher in ihrer Heimat erlebt hat. All das hat sie sehr geprägt damals und ich kann mehr als verstehen, dass das alles wieder hochkommt, wenn man wieder nach Hause kommt und die Leute von früher trifft. Mich hat das also überhaupt nicht gestört, im Gegenteil, ich konnte Abby sehr gut verstehen. Ich finde es toll, dass die Autorin das Thema Mobbing aufgreift, denn es ist ein sehr wichtiges und viele Menschen sind davon betroffen. Abgesehen von Mobbing gibt es hier noch eine weitere spannende Thematiken, nämlich einen Umweltskandal, wegen dem Abby ermitteln soll, es gibt Suchtproblematiken und auch Gewalt spielt eine Rolle. Der Schreibstil von Krysten Ritter hat mir sehr gut gefallen, denn er war flüssig, leicht verständlich und unterhaltsam. Deswegen war ich als Leser sofort in der Geschichte drin und konnte Abby bei ihrer Rückkehr nach Indiana begleiten. Die Ich-Perspektive von Abby hat weiter dazu beigetragen, dass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. Der Plot hätte allerdings etwas spannender sein können. Die Spannungskurve war öfter ein wenig niedrig, sodass das Genre Thriller hier nicht passend ist. Ich würde Bonfire des eher als einen spannenden Roman bezeichnen. Am Schluss allerdings kommt nochmal gehörig Spannung auf und ich fand die Geschichte auch nicht vorhersehbar. Fazit: Ein toller Debütroman mit einer sehr sympathischen Protagonistin.