Leserstimme zu
Die Schwestern von Applecote Manor

Spannend und fesselnd

Von: Die wirklich wichtigen Dinge Blog
03.01.2019

Ich liebe solche Romane und muss mich daher als absolute Frauenroman und Familiensaga-Leserin outen. Die Geschichte hat zwei Zeitebenen, sie spielt im Heute und vor ca. 50 Jahren. Vor 50 Jahren Die Schwestern Flora, Margot, Pam und Dot werden von ihrer Mutter, einer exzetrischen und unangepassten Witwe, für einen Sommer aufs Land geschickt. Auf Applecote Manor sollen sie mit Tante und Onkel den Sommer verbringen, wie sie es schon viele Male getan haben. Nur ist nicht mehr alles wie es war. Die Cousine Audrey ist spurlos verschwunden. Keiner weiß, was mit ihr passiert ist und ob sie vielleicht womöglich im nächsten Moment hereinspaziert kommt, als wäre nichts geschehen. So glaubt zumindest ihre Mutter Sybil, die seit dem Verschwinden Audreys nicht mehr sie selbst ist. In Audreys Zimmer werden noch immer die Laken gewechselt und alles ist bereit für ihre Rückkehr. Die vier Schwestern verleben einen warmen Sommer mit viel Spaß, Schwimmen und Faulenzen. Bis sie die Brüder Harry und Tom kennenlernen, die in einem nahegelegenen Herrenhaus leben. Es entsteht ein kleiner Kampf um die Gunst der jungen Männer und die Schwestern entzweien sich zusehends. Heute Jessie, Will, Bella und Romy ziehen aus der Großstadt in ein altes Herrenhaus. Das Haus soll der Familie gut tun, die schwierige Situation mit der pubertierenden Tochter vereinfachen und eine Distanz zur verstorbenen ersten Frau von Will und Mutter Bellas herstellen. Ein Neuanfang soll es werden. Leider gestaltet sich alles doch komplizierter als es zunächst scheint und die Familie droht an der Situation zu zerbrechen. Beide Geschichten haben den Angelpunkt „Applecote Manor“. Das Haus ist noch weitgehend im ursprünglichen Zustand, als die Familie es kauft. Auch Möbel stehen noch am alten Platz. Es gibt vieles zu entdecken. Nach und nach verweben sich die beiden Zeitstränge und es kommt zu einem spannenden und intensiven Finale, bei dem sich alles aufklärt und die Fäden zusammenfinden. Meine Meinung Alles in Allem ein Erfolgsrezept. Man nehme eine mysteriöse Geschichte um eine verschwundene Person in der Vergangenheit und verbinde sie mit der Gegenwart. So weit, so oft gelesen. Aber: Ich liebe es. Eve Chase baut immer mehr Spannung auf und ich habe mich sehr schwer getan, das Buch zur Seite zu legen. Wie auch beim Vorgänger „Black Rabbit Hall“ versteht sie es, die Atmosphäre eines heißen Sommers mit ganz vielen Geheimnissen zu würzen und den Leser dorthin mitzunehmen. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und sind mir während des Lesens ans Herz gewachsen. Hierbei insbesondere die Schwestern vor 50 Jahren.