Leserstimme zu
Das Seelenleben der Tiere

Wunderbares Buch - Danke an den Autor Herr Wohlleben

Von: Elisabeth Sohl aus Niederösterreich
16.01.2019

www.oepb.at -Rezension: In einer Handvoll Wald-Erde befinden sich mehr Lebewesen, als derzeit Menschen auf der Erde wohnen! Wer mit diesem Wissen, sowie mit offenen Augen und Ohren durch die Natur, die Felder, Wiesen und Wälder streift, der ist ein glücklicher Mensch. Die Natur mit all ihrer prächtigen Flora und Fauna gibt uns Erdenbürgern – egal, zu welcher Jahreszeit auch immer – dermaßen viel zurück, sodass wir allesamt unschätzbar dankbar sein müssten. Und dennoch sind wir es nicht. Wir verbauen sinnlos unser wertvolles Grün – Tag für Tag ein Stückerl mehr, wir roden die Wälder und last but not least rotten wir die Tiere, die genauso wie wir allesamt ein Recht auf Leben haben, hemmungslos aus. Wir rattern in unserer Freizeit mit Motorrädern durch den Wald, wir fetzen mit dem Auto über Igel, Hasen, junge Füchse und dergleichen hinweg, weil es uns große Freude bereitet, Leben einfach auszulöschen, wir lehren unseren Kindern nicht mehr, dass man gerade im Wald und beim Umgang mit Tieren leise sein sollte, wir springen hysterisch auf jeden Käfer, der im Sommer die wärmenden Sonnenstahlen auf der Terrasse oder der Loggia genauso genießen möchte wie wir, wir dreschen wie urplötzlich verrückt geworden nach Bienen, Wespen und Hummeln, weil wir glauben, dass diese uns angreifen – was nie stimmt – und wir legen uns im Garten Biotope an, um dann, wenn sich die Erdkröten darin ab März zum Laichen versammeln, in späterer Folge nichts besseren zu tun zu haben, als die Laichschnüre herauszuziehen und somit den Fortpflanz eines ganzes Jahres abrupt zu zerstören. Und zu guter Letzt schießen unsere netten Jägersleut´ alles über den Haufen, was ihnen vor die Flinte läuft. „Um regulierend einzugreifen …“, so meist das fadenscheinige Argument dieser schießwütigen Herrschaften – auch Damen sind mitunter immer mehr darunter anzutreffen. Der Mensch, man kann es vorbehaltlos sagen, ist das unnützeste Geschöpf auf dieser Welt. Wir brauchen und nehmen uns ALLES – doch niemand benötigt uns! Einfühlsam und trotzdem sachlich berichtet Buch-Autor Peter Wohlleben über seine beruflichen und privaten Erfahrungen im Umgang mit den Tieren. Dieses Buch ist faszinierend geschrieben und lässt uns anhand der herrlich zahlreichen Tier-Schnappschüsse auch so manches besser erkennen und wahrnehmen. Gleichzeitig schreibt er überaus humorvoll über so manche lustige Begegnung mit der Tierwelt. Vielen herzlichen Dank in diesem Falle an den Autor, der dieses Thema behutsam aufgriff, anfasste und beschrieb. Denn Tierfreunde wissen es ohnehin – die Tiere können uns immer wieder überraschen. Sie sind oftmals klüger, pfiffiger und erfinderischer als wir.Ein Buch der etwas anderen Art! Überaus interessant und einfach zu lesen. Somit für jeden geeignet der Interesse an Natur und Leben mitbringt. Genau genommen ein Buch, das jeder lesen sollte!