Leserstimme zu
Bird Box - Schließe deine Augen

Bird Box

Von: Plueschbuecher
20.01.2019

Rezension zu "Bird Box" - Josh Malermann Gleich zu Anfang möchte ich etwas los werden, was sich mir bis zum Ende nicht erschließen wollte... und zwar warum Malorie ihren Kindern keine Namen gegeben hat. Sie nennt sie nur "Junge" und "Mädchen". Die Erklärung, wenn man sie überhaupt als solche bezeichnen kann hat bei mir eigentlich mehr Fragen aufgeworfen als sie beantwortet hat... Aber nun zur Story : Malorie ist schwanger und lebt mit ihrer Schwester zusammen in einem gemieteten Vororthaus. Immer mehr Berichte erscheinen, in denen Menschen scheinbar grundlos plötzlich wahnsinnig werden und sich selbst und die Menschen in ihrer Umgebung umbringen... erst als die Nachrichten sich häufen und geographisch näher rücken, bekommen Shannon und Malorie es mit der Angst zu tun. Als dann Shannon sich das Leben nimmt, begibt sich Malorie auf Geheiß einer Zeitungsannonce auf die Suche nach "asyl". So findet sich die Gruppe um Malorie zusammen. Extra erwähnen werde ich noch: Es sind nicht beides ihre Kinder. Aber das werdet ihr auch schnell bemerken. Nun geht es in dieser ganzen Geschichte darum, dass so eine Art Wesen oder Ungeheuer, man weiß das nicht so genau, unterwegs sind. Und wenn diese den Menschen in die Augen sehen, werden diese verrückt und begehen Selbstmord. Natürlich darf auch ein Bösewicht in der Gruppe nicht fehlen, in einer Gruppe, die sich quasi nur blind fortbewegen kann und immer in Angst lebt einem Wesen doch in die Augen zu sehen. Das ganze spielt sich in zwei Zeitebenen ab. Einmal heute - wo Malorie gemeinsam mit Junge und Mädchen blind auf dem Fluss unterwegs ist um sich hoffentlich in Sicherheit bringen zu können, auch wenn sie nicht genau weiß was diese Sicherheit bedeuten mag und der Zeit als alles anfing und wie es zu dem Punkt der Flucht gekommen ist. Ich kann hierzu sagen, dass es sich um einen reinen Pageturner handelt, dass ich selbst zum Teil Angst bekommen habe, wenn ich mit den Protagonisten zusammen auf Proviantjagd gewesen oder nur kurz mal zum Brunnen runter gelaufen bin um Wasser zu holen. Der Schreibstil ist sehr einfach, das Buch nicht übermäßig ausgeschmückt. Die Atmosphäre super beschrieben. Leider fehlt mir so ein bisschen die Auflösung des Ganzen... ich hätte gern gewusst, was wirklich dahinter steckt. Dieser Punkt und der Punkt mit den Namen der Kinder ist ein Minusstern. So komme ich auf gute 4 von 5 Sternen in meiner Bewertung.