Leserstimme zu
Kurze Antworten auf große Fragen

Lucy in the Sky

Von: marvellous.books
24.01.2019

In seinem unwiderruflich letztem Buch gibt Stephen Hawking posthum Antworten auf einige, bedeutsame, „große“ Fragen. Fragen, die ihn meist sein ganzes Leben lang begleitet haben. Meist stehen diese Fragen im direkten Zusammenhang mit seiner Forschung, so wie „Wie hat alles angefangen?“ (Urknall) oder „Was befindet sich in einem schwarzen Loch“, aber manchmal geht es ihm auch generell darum, ein wenig mehr Aufmerksamkeit auf Dinge zu lenken, die in Zukunft und vielleicht schon jetzt große Auswirkungen auf die Menschheit haben werden: Künstliche Intelligenz oder die Besiedelung bzw. zunächst einmal Erforschung von Planeten, die außerhalb unseres Sonnensystems liegen. Auch die Frage nach intelligentem Leben, der Existenz von Gott und Zeitreisen geht er nach, und dies wie immer in einer fundierten, wissenschaftlichen Weise, die uns Leien die großen Theorien auf anschauliche Weise näher bringen. I’m not gonna lie, alles habe ich nicht immer verstanden 😃 Bei Supertranslationshaaren oder 7-Dimensionalen Räumen kam mein Hirn manchmal einfach nicht nach. Es ist Wahnsinn, mit welch abstrakten Modellen die angewandte Physik im 21. Jahrhundert herumspielt, und auf welch hohem Niveau sich das alles abspielt. Noch vor einem Jahrhundert konnte jeder interessierte, halbwegs physikaffine Mensch die meisten Theorien überblicken. Heutzutage ist das einfach nicht mehr möglich, zu viele, zu komplizierte Modelle sind entstanden. Der Wissenszuwachs ist enorm, genauso wie die Leistung, in welcher Detailfeinheit die Menschheit schon über das Universum Bescheid weiß. Umso interessanter und wichtiger, finde ich, den aktuellen Stand zumindest im Groben dargestellt zu sehen. Es gibt so viel zu entdecken, in diesem unfassbar großen Universum, in dem wir leben. Nebenbei erfährt man etwas mehr von Hawking‘s außergewöhnlichem Leben, von seiner Familie und seiner Forschung. Insgesamt gelungen und mit sehr hohem Aktualitätsbezug! Jedoch finde ich, dass alles etwas schnell zusammengeschustert wirkt, man wollte wohl den Medienhype rund um sein Tod mitnehmen. Und komplett neu ist natürlich auch nichts, aber da es sich um so komplizierte Themengebiete handelt, ist ein kleiner „Auffrischkurs“ nie eine schlechte Idee, zumindest war es so bei mir 😊