Leserstimme zu
Best Body Plan

Fitnessblog in Buchform

Von: Sparkles and her Books
29.01.2019

Worum geht’s? Das Buch „Best Body Plan“ von Anna Lewandowska verspricht Power-Übungen und 70 Schlank-Rezepte. Anna Lewandowska ist Karateweltmeisterin und Ehefrau vom Fußballer Robert Lewandowska. In „Best Body Plan“ möchte sie ihr Wissen und ihre Tipps für einen Traumkörper teilen und Leute motivieren, ihre schlechten Gewohnheiten zu ändern. Schreibstil / Gestaltung Das Cover des Buches ziert Anna Lewandowska persönlich. Die durchtrainierte, hübsche Dame ist definitiv ein Hingucker und motivierend. Die Oberfläche des Buches ist leider sehr kratzeranfällig, insbesondere die Rückseite mit ihrer dunklen Farbe war bei mir nach zwei Tagen bereits deutlich zerkratzt. Die Gestaltung des Buches gefällt mir gut. Die Seiten sind aus hochwertigem, dickem Papier. Man sieht, dass sehr viel Arbeit in das Buch geflossen ist, da fast jede Seite ein eigenständiges Layout und eine eigenständige Gestaltung aufweist. Es wird mit vielen gestalterischen Elementen gearbeitet wie Textfeldern, unterschiedliche Schriftarten und Zitaten. Anfangs wirkten die Seiten dadurch teilweise überladen und haben meine Augen etwas überlastet, da man wirklich sehr viel zu sehen bekommt. Man gewöhnt sich aber schnell daran. Der Textumfang im gesamten Buch ist insgesamt vom mittleren Umfang. Es gibt viele halb- und ganzseitige Bilder, oftmals Tabellen oder auch Screenshots aus Sozialen Medien. Es gibt auf jeden Fall einiges zum Lesen und noch viel mehr zum Anschauen. Der Schreibstil von Anna Lewandowska ist sympathisch und knackig, die Texte größtenteils auch informativ. Der Inhalt Das Buch besteht grob aus 3 Unterabschnitten namens „Säulen der Gesundheit“, die nach einer längeren Einleitung zum Thema „Gesund leben“ und „über das Abnehmen“ folgen und wie folgt lauten: Essen – Die 1. Säule der Gesundheit: Hier geht es um das Thema Essen. Nach einer kurzen Einführung in das Thema „Verdauungssystem“ und die einzelnen Organe, die daran beteiligt sind, kommt der große und wichtigste Punkt: Was essen? Hier wird ausführlich auf die einzelnen Nährstoffgruppen eingegangen, es gibt Grundlagenwissen zu Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen, aber auch zu Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders die letzten beiden Punkte nehmen dabei viel Platz ein. Zudem gibt es einen längeren Kommentar von einem Fachmann zum Thema Supplementierung, also Nahrungsergänzungsmittel. Es folgt ein Kapitel zum Thema „Mahlzeiten zusammenstellen“. Es wird auch das Thema Glykämischer Index behandelt und darüber gesprochen, welche Nahrungsmittel man vermeiden soll. Anschließend wird kurz das Thema Detox behandelt. Es folgen sodann viele Seiten an Rezepten. Die Rezepte sind größtenteils gut realisierbar und enthalten wenige ungewöhnliche Zutaten. Inneres Gleichgewicht – Die 2. Säule der Gesundheit: Dieser Abschnitt besteht nur aus wenigen Seiten. Das Hauptthema ist Stress und Stressvermeidung. Das Kapitel ist meiner Meinung nach überflüssig, da hier keine konkreten Tipps enthalten sind und auch der Umfang dem Thema Supplementierung gleicht, was eine interessante Priorisierung wiederspiegelt. Sport – Die 3. Säule der Gesundheit: Hier geht es jetzt um die sportliche Bestätigung. Anna Lewandowska stellt unter anderem Karate vor. Darüber hinaus gibt es allgemeine Thema wie Motivation und Regeneration. Es gibt 3 Workoutpläne. Die Übungen sind jeweils mit 2 Bildern bebildert und enthalten eine kurze Beschreibung. Zwei Pläne arbeiten nur mit dem eigenen Körpergewicht, ein Plan benötigt Kurzhanteln (oder alternativ Wasserflaschen). Das Buch endet mit wenigen Seiten zum Thema „Grundsätze für ein gesundes Leben“ und einer Danksagung nebst Literaturnachweisen. Mein Fazit Konnte mich das Buch überzeugen? Nicht wirklich. Zunächst war ich vom Umfang des Buches überrascht. Allerdings sind gut 1/3 Rezepte und mindestens ein weiteres Drittel entfällt auf Fotos oder Tabellen. Der Rohgehalt der Informationen ist somit nicht wirklich hoch. Leider ist es so, dass für mich das Buch kein „Plan“ ist. Ein Plan ist etwas, an das man sich halten kann, das durchstrukturiert ist. Hier erhält man nur sehr viele Informationen vorgeworfen, die zum Großteil nicht neu sind und dann oftmals auch mit persönlichen Meinungen verbunden werden. Aufgreifen möchte ich hierbei etwa den Tipp, beim Essen nichts zu trinken. Gängige Literatur sagt aber, man solle gerade trinken, um die Verdauung zu unterstützen und Ballaststoffe quellen zu lassen. Im Übrigen soll das Sättigungsgefühl so schneller einsetzen. Für jemanden, der versucht ein gesundes Leben aufzubauen, dürften die meisten Informationen nicht hilfreich sein, da er daran scheitern wird, wie er alles umsetzen und einbauen soll. So stört es mich etwa auch, dass das Thema Mineralstoffe und Supplementierung sehr umfangreich besprochen werden, aber in Säule 2 das Thema Stress sehr kurz abgehandelt wird. Der Sportteil ist für mich vernachlässigbar. Die drei Workouts sind zwar durchaus anfängergeeignet, bieten aber zu wenig Variation und der gesamte Abschnitt zu wenig Grundlage, um eigenständig das Thema Übungen anzugehen. Man müsste hier also weitere Literatur zu Rate ziehen. Insgesamt wirkt es so, als hätte Anna Lewandowska möglichst viel einbauen wollen, ohne einen klaren roten Faden zu verfolgen. Die Rezepte sind gut gelungen, allerdings sind sie größtenteils nicht familientauglich und erinnern an typische Instagram-Fitnessblogger-Rezepte. Die Kochanleitungen sind gut, die Zutatenlisten allerdings nutzen zB die Maßeinheit Tasse, was ich unpraktisch und ungenau finde. Einen Großteil der Rezepte würde ich nicht kochen, da ich mir jetzt schon vorstellen kann, hiervon nicht satt zu werden. Auch ist es so, dass gerade beim Sportteil die Übersichtlichkeit fehlt. Es gibt viele Textfehler, Hervorhebungen, Hinweise und wirkt dadurch etwas wild. Im vorangegangenen Teil ist dies etwas besser, könnte aber viele Leser auch stark stören. Für mich ist dieses Buch leider ein weiterer Fall von „Fitnessblog in Buchform“ und kann mich nicht begeistern. [Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, das mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde. Meine Meinung wurde hierdurch nicht beeinflusst.]