Leserstimme zu
Das Vogelhaus

,Aus der Vogelperspektive

Von: ,Buecherseele79
31.01.2019

,Len Howard wächst in einem wohlgehüteten Haushalt auf, die Mutter veranstaltet gerne Musik und Poesiemittage und wünscht sich nichts mehr als dass die Töchter heiraten und Kinder bekommen. Doch Len streift lieber durch die Natur, liebt die Nähe zum Meer und pflegt mit ihrem Vater verletzte Vögel. Mit 21 kann sie nach London gehen um im Londoner Orchester mitzuwirken, ihr grosser Traum geht in Erfüllung... und doch fehlt Len die Nähe und Ruhe zur Natur und vor allem ihre Beobachtungen der Vögel. Irgendwann fällt Len Howard den Entschluss dass sie ihren Traum verwirklichen will- sie will heimische Vögel in ihrer natürlichen Umgebung studieren, kennenlernen und erforschen. Zuerst möchte ich mich beim btb Verlag, den Randomhouse Verlag sowie dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar bedanken. (Dies hat keine Auswirkungen auf meine Rezension!) Die Autorin Eva Meijer beleuchtet in ihrem Buch "Das Vogelhaus" das Leben der Len Howard. Alleine das Cover ist wunderschön und sehr liebevoll gestaltet und macht neugierig auf die Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig, angenehm und konnte mich von Beginn an mitziehen und begeistern. Man lernt Len von Jung auf kennen, das heisst, dass in ihren jungen Jahren die Vogelpflege mit ihrem Vater zwar eine Rolle einnimmt, aber sie ebenso das Musizieren liebt und den Traum hegt nach London zu gehen. Zwischendurch erhält der Leser immer wieder interessante und sehr liebevolle Einblicke zwischen Len und ihren Forschung, speziell mit der Vogelart der Kohlmeisen, hier mit der Vogeldame Sternchen. Ich kann mir vorstellen dass es einigen Lesern zu wenig um die Vogelforschung von Len Howard geht, da wie gesagt, der erste Teil sich eher mit ihrem Werdegang und ihren Wünschen der beruflichen Anerkennung auseinandersetzt. Ich persönlich fand den Werdegang aber sehr interessant, dennso konnte man Len Howard besser kennenlernen und ihre Eigenart auch verstehen. Der zweite Teil des Buches widmet sich dann Len Howard in ihrer Forschung und Beobachtung und ist unheimlich interessant, liebevoll und mit ihrer Leidenschaft gespickt. Persönliche Namen der Vögel sowie ihre Verhaltensmuster bringen dem Leser diese sehr schlauen und liebevollen Tiere noch näher und konnten mich begeistern, berühren und auch den Blickwinkel auf Vogelarten nochmals verändern bzw. verstärken. Das Buch würde ich jedem empfehlen da es sich um Lebewesen dreht die man täglich hört, sieht oder "näher" kennenlernen kann und durch seine Liebe zu den Vogelarten besticht. Eine klare Leseempfehlung!