Leserstimme zu
Erhebung

Stimmt nachdenklich

Von: NL
11.02.2019

Wer mir Erhebung einen „typischen King“ erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Der „König des Horrors“ schlägt mit dieser Kurzgeschichte sehr sanfte Töne an und vermittelt dabei, eine wichtige Botschaft. Der Autor entführt einmal mehr in das kleine Städtchen Castle Rock. Hier lebt Scott der trotz des eigenen Problems, seine Mitmenschen genau wahrnimmt und versucht auf diese positiv einzuwirken. Das kleine konservative Städtchen besticht durch gut bürgerliche Menschen, welche jedoch voller Vorurteile stecken. Gleichgeschlechtliche Liebe wird verpönt und wie bringt man die Hunde des Nachbarn dazu, sich nicht auf seinem Rasen zu entledigen? Der mysteriöse Gewichtsverlust von Scott, seine empfunden Ängste und Zukunftsvisionen geraten zunächst etwas in den Hintergrund. Doch Scott vertraut sich seinem pensionierten Arzt an und findet sich relativ schnell mit dem Mysterium ab. Er möchte nicht zum Stadtgespräch werden oder gar als Versuchsobjekt enden. Aufgrund seiner ausweglosen Situation, nutzt er seine noch verbleibende Zeit und bemüht sich „alt eingefahrene „ Denkmuster zu ändern und die Bewohner von Vorurteilen zu befreien. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich die Geschichte anfangs nicht gleich vereinnahmen konnte. Doch je mehr ich eintauchte und mich auf die Figuren einließ, desto intensiver und aufmerksamer verfolgte ich das Geschehen. Dem Autor gelang es, mich Nachdenklich zu stimmen und eigene Verhaltensweisen zu überdenken. Fazit: Mit dem Buch “Erhebung“, hat Stephen King eine unterhaltsame und gleichzeitig mysteriöse Geschichte erschaffen, welche mich gut unterhalten konnte. Er vermittelt dabei eine wichtige Botschaft, die im wesentlichen eine Gesellschaft aufzeigt, in der wir mit einer sturen Geradlinigkeit inne wohnen. Kings authentische Charaktere beweisen gehen einen anderen Weg und regen zum Nachdenken an.