Leserstimme zu
Das kleine Buch der großen Fragen

Das kleine Buch der großen Fragen

Von: Jasmin von DasLesesofa
16.02.2019

Wieso? Weshalb? Warum? Wenn man einem Kind zuhört, werden täglich solche Fragen gestellt. Wenn man sich auf ihre Augenhöhe begibt und mit ihnen spricht, erhalten wir die kuriosesten, lustigsten und interessantesten Aussagen und Gründe. Doch je älter wir werden, desto mehr nimmt die Anzahl der Fragen am Tag ab. Irgendwann mal kommt man an einen Punkt, wo die Neugier abstumpft und man lieber auf eine Antwort verzichtet, um keine Fragen zu stellen. Es wird zu "anstrengend", "aufwendig" oder "nervig". Dadurch hören wir einerseits auf zu forschen und hören andererseits auch nicht mehr richtig zu. Doch durchs Fragen und Zuhören leben wir auf. Man erhält neue Eindrücke und einen anderen Blickwinkel, entwickelt dadurch ein anderes Verständnis und erweitern das Wissen. Gisela Schmalz will mit dem Buch Das kleine Buch der großen Fragen wieder zum Fragen anregen. Nicht mit Smalltalk-Fragen, sondern mit tiefgehenden und stichhaltigen Fragen. Meinung: Mein Leitspruch ist einfach: wer fragt, der führt. Jeden Tag aufs Neue erinnere ich mich daran, auch wenn ich mal keine Lust habe und setze es auch um. Denn dadurch habe ich so viele Situationen erlebt, die ich so ganz gewiss nicht erlebt oder wahrgenommen hätte. Aus diesem Grund habe ich mich auf Das kleine Buch der großen Fragen gefreut. Es ist ein handliches und schönes Buch mit interessanten Fragen. Zu Beginn steht das eigene Ich. Dann folgt das Ich im Zusammenspiel mit der Welt und anderen Menschen. Die Art und Tiefe der Fragen variiert. Manche sind humorvoll, manche regen zum Nachdenken an. Dabei werden verschiedene Lebensbereiche betrachtet wie unteranderem die Kunst oder die Politik. Alle Fragen habe ich nicht beantwortet, denn wenn ich gelegentlich durch das Buch blättere, suche ich mir eine Frage aus, die mich besonders anspricht oder nicht loslässt. Habe ich eine gefunden, schreibe ich sie in einen separaten Notizbuch auf, denke darüber nach und schreibe meine Antwort nieder. Bis jetzt ist meine liebste Frage: "Was ist für Dich ein perfekter Tag?" Je nach Tagesform variiert die Antwort, aber unter dem Strich bedeutet ein perfekter Tag für mich, zuerst den Sonnenaufgang oder die Sonne zu sehen nach dem Aufstehen, in Ruhe einen Kaffee zu trinken und ohne Eile mit dem Fahrrad zur Uni/Arbeit oder wo auch immer hin zu fahren und dabei die Sonne auf dem Gesicht zu genießen. Fazit: Das kleine Buch der großen Fragen ist ein wunderschönes Buch, um gelegentlich durchzublättern und eignet sich ideal zum Verschenken.