Leserstimme zu
Kroatisches Roulette

Kroatien

Von: Literaturwerkstatt-kreativ / Blog
22.02.2019

In seinem zweiten Fall verschlägt es Miroslav Nemec in seine alte Heimat Kroatien. Er soll dort eine Hauptrolle in einem Serienprojekt übernehmen. Nachdem er alles mit dem Produzenten besprochen hat, kehrt er in sein Hotelzimmer zurück. Dort wird er von einem Zimmermädchen in eine sehr kompromittierende Situation gebracht, die auch noch fotografisch festgehalten wird. Das Zimmermädchen und der Fotograf verschwinden, bevor Nemec sie festhalten und zur Rede stellen kann. Jetzt wird er leicht panisch, denn gerade jetzt führt er ein glückliches Leben mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter. Will ihn jemand erpressen, geraten die Bilder an die Öffentlichkeit, oder ist er Teil einer Realityshow geworden. Da Miroslav Nemec vermeiden möchte, dass die Fotos an die Öffentlichkeit kommen, macht er sich auf der Suche nach der jungen Frau. Durch Hilfe von Freunden, die er noch aus seiner Kindheit kennt, macht er das Zimmermädchen, welches in Wahrheit eine Stuntfrau ist, ausfindig. Als Nemec sie in ihrer Wohnung aufsucht, liegt die junge Frau tot auf dem Boden. Da alle Indizien gegen ihn sprechen und natürlich alle ihn für den Mörder halten werden, sucht er Hilfe bei einem alten Freund der bei der hiesigen Polizei in Kroatien arbeitet. Die Situation scheint für Miroslav Nemec immer auswegloser. Wer will ihn und sein Leben zerstören? Fazit: Mit „Kroatisches Roulette“ legt der bekannte Tatort-Kommissar Miroslav Nemec nun seinen zweiten Fall vor. Bereits mit „Die Toten von der Falkneralm“ hatte er mir viel Hörfreude bereitet und so war ich gespannt, was der zweite Fall so mit sich bringt. Erneut ist er hier wieder selber zum Protagonisten geworden und muss einiges durchleben. Herr Nemec erzählt seine Geschichte in einem spannenden und witzigen, sehr sympathischen Plauderton. Dabei streut er immer wieder Anekdoten aus seinem wirklichen Leben, vor allem aus seiner Kindheit in Kroatien, mit ein. Der Plot ist gut durchdacht, hat einen roten Faden und auch überraschende Wendungen. Das ganze spielt im wunderschönen Kroatien, somit auch eine kleine Hommage an seine alte Heimat. Das ganze erinnert auch ein bisschen an ein Roadmovie, da Miroslav Nemec sich immer wieder auf den Weg machen muss, entweder um zu fliehen, unterzutauchen oder irgendwohin zu kommen, um jemanden zu finden. „Kroatisches Roulette“ ist ein abgeschlossener Fall und man braucht nicht den ersten Teil zur Verständigung. Miroslav Nemec hat mir wieder kurzweilige Lesestunden bereitet. Ich bin gespannt auf seinen dritten Fall !!!