Leserstimme zu
Rheanne - An Bord der Adlerschwinge

Guter Fantasy-Krimi

Von: Madame Buchfein
02.03.2019

Bevor der Krimi-Teil beginnt, taucht man zuerst in die Welt ein, in der alles spielt. Zwar ist man nur an Bord des Schiffes, aber durch viele interessante Begebenheit erfährt man mehr darüber und ich hoffe in den folgenden Bänden noch viel mehr erfahren zu können. Diese Welt scheint groß und unglaublich interessant. Und jenachdem wieviel man davon in den weiteren Bänden von der Welt erfährt würde ich mir noch eine Karte wünschen. Für diesen Teil kommt man aber auch gut ohne Karte aus. ☆ Gestalterisch gefällt es mir sehr gut mit dem atmosphärischen Cover, welches äußerst gut zur Geschichte passt. Die Innenklappen sind innen ebenso schön bedruckt. ☆ Zudem ist es ein Fantasy-Krimi und ich liebe diese Genremischung einfach. ☆ Was mir nicht ganz so gut gefallen hat war das erste Kapitel. Die Sätze sind sehr kurz und nicht so besonders - wobei das definitiv seine Berechtigung hat und so sein muss. Nur als erstes Kapitel empfinde ich es etwas schwierig. Danach erzählt dann aber auch die Protagonistin Rheanne und es ist alles so wunderbar geschrieben. An sich aus der Ich-Perspektive, aber doch mit einem Hauch der Er-Perspektive, die früher typisch für High Fantasy war. Wobei alles aus ihrer Sicht geschrieben ist, aber leider kann ich es nicht besser beschreiben. Zudem ist es recht ausführlich, mit wohlgewählten Worten und ich bin einfach begeistert. ☆ Aber wie sind die Charaktere? Nun die sind recht unterschiedlich, von geheimnisvoll über herrisch, abergläubisch und fast weichlich bis hin zu etwas verunsichert. Manche sind mehr das eine oder das andere, andere sind hingegen sehr vielseitig. So ist die Protagonistin einerseits absolut taff und stark und dann ist sie, trotzdessen dass sie Rittern ist, stark verunsichert, was manchmal in Wut und Zorn umschlägt. Die Siutationen denen sie sich stellen muss sind sehr unterschiedlich und ich kann ihr meistens gut nachfühlen. Manchmal ist sie vielleicht zu schnell wütend, aber aufgrund der Herausforderungen ebenso verständlich, zumal man dem ebenso zugrunde legen sollte, dass sie aus einem stark von Männern umkämpften Beruf kommt und dies auch nicht spurlos an ihr vorbei geht. Doch der Zorn könnte manchmal etwas weniger sein -hier ist der Spagat zwischen gefällig für den Leser und authentischer Charakter schwierig. ☆ Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen und ich freue mich auf die Fortsetzungen.