Leserstimme zu
Rheanne - An Bord der Adlerschwinge

Gelungener Auftakt mit spannendem Genremix!

Von: HarmonyBooks
11.03.2019

Rheanne 'An Bord der Adlerschwinge' ist das erste Werk, dass ich von Anne Troja gelesen habe und auch das erste Buch, dass mir vom Random House Verlag durch das Bloggerportal zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür. Dies soll allerdings nicht meine Meinung zu diesem Buch beeinflussen. Anne Troja, Jahrgang 1992, studiert Germanistik und Geschichte an der Universität Potsdam. Neben dem Schreiben von Fantasy-Romanen begeistert sie sich für das Downhillfahren und die Werke von Stephen King. Sie lebt mit ihrem Mann und Sohn in Berlin. »Rheanne - An Bord der Adlerschwinge« ist der Auftakt zu einer spannenden Fantasy-Reihe um die Ritterin Rheanne. Sowohl das mysteriöse Cover mit der bewaffneten Frau und dem großen Schiff im Hintergrund als auch der Klappentext haben mich echt neugierig auf die Geschichte gemacht, denn ich hatte bis jetzt noch keinen Roman mit der Thematik Seefahrt und Rittertum gelesen. Umso glücklicher war ich, als ich den Roman endlich in der Hand hielt und lesen konnte. Es dauerte nicht lange bis ich mit Rheanne zusammen auf dem Deck der Adlerschwinge stand. Anne Trojas altertümlicher und gut verständlicher Schreibstil hat mich sofort in seinen Bann gezogen und trug für mich beachtlich zum Setting der ganzen Welt bei. Ebenso sorgte er dafür, dass ich nur so durch die Seiten des Buches geflogen bin. Das ist etwas ganz besonderes, da mir das im Genre Fantasy eher selten zuteil wird. Obwohl die Welt nur oberflächlich beschrieben wurde, konnte ich sie mir sehr gut vorstellen. Trotzdem wünschte ich mir auch bei diesem Buch eine Weltkarte und hoffe auf eine Umsetzung in dem weiteren Bänden der Reihe. Die grausamen Morde an Bord, die wohl von einem Dämonen begangen worden sind, zwingen Ritterin Rheanne in eine fieberhaft Ermittlungsjagd und verbinden somit die Genre Fantasy und Krimi aus meiner Sicht sehr gut miteinander. Teilweise lag der Fokus auch auf der Beziehung zwischen der Protagonistin Ritterin Rheanne und dem Priester Cormac, der nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Rheanne fand ich von Anfang an sympathisch, denn sie wirkte nicht aufgesetzt und war sich ihrer Stärke bewusst, obwohl die neue Situation an Bord sie oft verunsichert. Pflichtbewusst verfolgt sie ihre eigentlich Mission, auch noch als ihr Leben in Gefahr ist. In dem blinden Passagier Cormac findet sie während der Ermittlungen einen Verbündeten. Über die Zeit entwickeln die beiden ein inniges Verhältnis. Cormac ist anfangs sehr mysteriös und weckte somit mein Interesse, ohne dabei merkwürdig oder abstoßend zu wirken. Seine Entwicklung hat mich überrascht und ihn mir schlussendlich als einen logisch durchdachten und sympathischen Charakter nahegebracht. Auch alle anderen Charaktere wirkten authentisch und verliehen der Geschichte das gewisse Etwas. Mit seinen 320 Seiten ist Rheanne wahrlich kein dicker Schinken wie die meisten Fantasy-Bücher es sind. Das tut der Handlung aber überhaupt keinen Abbruch, denn so hatte ich das Gefühl, dass der Roman nie an Spannung verlor und sogar zum Ende hin nochmal an Fahrt aufnahm. Das I-Tüpfelchen des Ganzen war das Ende, dass ich so gar nicht erwartet hatte. Die Handlung voller Geheimnisse und Spannung hat mich einfach begeistert. Ich hatte Spaß dabei Rheanne auf den Spuren des Mörders zu folgen. Fazit Rheanne ‘An Bord der Adlerschwinge’ von Anne Troja ist ein gelungener und spannender Auftakt einer Reihe, der gut mit dem Genremix aus Fantasy und Krimi spielt und Lust auf weitere Abenteuer mit Rheanne macht. Ich freue mich schon darauf und vergebe 4 von 5 Sternen.