Leserstimme zu
Das Leben, Zimmer 18 und du

Danke!

Von: Die Stille meiner Bücher
14.03.2019

Der Autorin möchte ich danken für dieses Buch. Ich erkenne viele Verbindungen zu meinem eigenen Leben... erstaunlich finde ich, wie die Autorin es schafft, Übergange von der Vergangen in die Gegenwart zu schaffen, die bei mir fast immer zu Herzrasen geführt haben, weil sich so eine Spannung aufgebaut hat. Ich habe mit der Autorin mitgelitten und mitgefiebert, dass sie es schafft, schafft, sich so zu zeigen, wie sie wirklich ist und vor allem, daran auch nichts ändern möchte... das finde ich beeindruckend und bewundernswert... Zum Klinikaufenthalt kann ich nur sagen: Genauso ist es, so läuft es dort ab... die Autorin hat nichts beschönt und nicht übertrieben; das kann ich aus eigener Erfahrung sagen... In dieser belastenden Situation auf einen Menschen zu treffen, wo man weiss, "Da ist sie, die vorbestimmte Verbindung, dieses "Wow", eben dieses bestimmte Gefühl" und es ist ein Geschenk, auf seinen Seelenverwandten zu treffen...die vorsichtigen und sanften Schritte in diese neue Verbindung zu Bastian, ohne die Verbindung zu David aus den Augen zu verlieren, der Kampf und die Zerrissenheit, die damit verbunden ist...ganz wunderbar beschrieben von der Autorin...der neuen Liebe eine Chance zu geben; überhaupt herauszufinden: Ist es das, was ich möchte, ist es der richtige Weg in meiner Situation oder nur aus dem geboren, was gerade mit mir passiert...die Zeit die Bastian ihr gibt, sich selber zu finden und ihr trotzdem das Gefühl zu geben: Ich bin für dich da...denn auch Bastian muss sich entscheiden und er entscheidet sich für das Leben...für ein Leben mit Nancy an seiner Seite, obwohl er ebenso Angst hat, Angst vor diesen Gefühlen für Nancy und vor den Konsequenzen und den neuen Herausforderungen. Bastian ist für Nancy die Insel, die sie zum Ausruhen braucht und auf der sie sein kann, wie sie ist...Beide nehmen so gut aufeinander Rücksicht ... und respektieren die Entscheidung des jeweils Anderen mit einem besonderen Gefühl, dass ich gar nicht in Worte fassen kann...und Bastian hat bei Nancy nie das Gefühl, unter Druck gesetzt zu werden; er darf ein gebrochener Mann sein, der Schwäche zeigen kann...Nancy gibt ihm Kraft, weiterzumachen...sie stützen sich Beide, trotz aller Widrigkeiten...es ist wunderbar, mit ihnen diesen Weg als Leser gehen zu können... Die Autorin beschreibt in einer beeindruckenden Weise, wie sie kämpft gegen die Mächte der Vergangenheit, die sie immer wieder versuchen, in den Abgrund zu ziehen...die Verluste, die Ängste, die damit verbunden sind, die Trennung von ihrem Mann, die sind real und man kann sie nicht unterdrücken...die Autorin hat uns an diesen Ängsten teilhaben lassen und damit gezeigt, "Du bist nicht allein - wir sind alle ein Glied"... Ich habe schon Menschen erlebt, die, wie die meisten Mitmenschen gar keine Ahnung haben, wie es sich anfühlt, wenn die Welt um einen nur noch aus schwarz-weiss besteht; diese Menschen waren 2 Jahre später selber in der Situation und dann war es das Schlimmste, was passieren konnte und alle Anderen sollten doch bitte Verständnis haben... und trotzdem kann man das Niemanden vorwerfen und genau das bringt die Autorin auch zum Ausdruck..das finde ich richtig und sehr wichtig... Die Autorin beschuldigt nicht, sie klagt nicht an und sie bettelt auch nicht um Nachsicht; sie schreibt über Fakten in einer ganz tollen Art und Weise...die Autorin hat in ihrem Roman gezeigt, dass in einer Welt ohne Liebe, ohne Respekt, ohne Achtung - kein Leben existieren kann... Ich möchte nochmal Danke sagen für diesen Roman, der einfach Mut macht, weiterzuleben und vielleicht auch dieses Wunder entdecken zu können zwischen all dem Mist, der uns umgibt...ein Dankeschön an die Autorin, dass sie den Mut hatte, uns daran teilnehmen, an ihren Gedanken, Gefühlen und Erfolgen, mit dieser Erkrankung zu leben und dass wir an das Licht am Ende des Tunnels glauben können; dass es immer ein Morgen geben wird...