Leserstimme zu
Rheanne - An Bord der Adlerschwinge

„KriFaLie?“

Von: losgelesen
15.03.2019

„Rheanne – An Bord der Adlerschwinge“ ist der Debütroman von Anne Troja und vermutlich der Auftakt zu einer Serie um die Ritterin Rheanne. Der Roman aus dem blanvalet Verlag ist im Grunde eine Mischung aus Kriminal-, Fantasy- und (in diesem Fall leider zuviel) Liebes-Roman. Ritterin Rheanne reist an Bord des Schiffs „Adlerschwinge“ als sich auf hoher See ein mysteriöser Mord ereignet. Sie beginnt zu ermitteln und erhält Unterstützung durch den geheimnisvollen Cormac. Dieser Auftakt des Buchs liest sich durchaus spannend und mitreißend und entführt den Leser in eine fantasievolle Welt voller Geheimnisse. Leider ist Rheannes Verbündeter aber kein Sidekick wie Batmans Robin und oder Sherlock Holmes Dr. Watson, sondern vor allem attraktiv und so driftet der eigentliche Krimi in einer Fantasiewelt immer mehr in einen Liebesroman in einer Fantasiewelt ab. Und darunter leidet die Spannung der gesamten Geschichte. Irgendwann stehen nicht mehr die Ermittlungen im Mittelpunkt, sondern das Aussehen von Cormac und die Anziehungskraft die er auf Rheanne ausübt. Wäre die Geschichte auf die Aufklärung des Falls fokussiert, wäre das Buch deutlich besser geworden. Eine Annäherung zwischen Cormac und Rheanne ist ja prinzipiell in Ordnung und kann auch eine Rolle spielen, sollte aber nicht so sehr in den Fokus eines Krimis gerückt werden, dass die Lösung des Falls nur noch nebenbei erfolgt. Insbesondere da Rheanne anfangs als sehr starke Persönlichkeit beschrieben wird, deren Selbstsicherheit aber durch die reine Anwesenheit Cormacs derart in sich zusammen fällt, dass dies nicht mehr glaubwürdig ist. So bleibt ein fader Beigeschmack, denn es ist unklar, ob die Geschichte ein Krimi oder eine Liebesgeschichte sein soll. Da der Anfang und die grundlegende Idee des Romans aber durchaus gut umgesetzt wurde, besteht die Hoffnung, dass die Nachfolgebände ja mehr bieten, vielleicht wenn Cormac weniger Präsenz zeigt.