Leserstimme zu
Das Ende der Lügen

Fesselnd und verwirrend

Von: Fenjastestwelt
26.03.2019

Wer an dieser Stelle einen normalen Kriminalroman erwartet wird sicher enttäuscht. Dieser dritte Roman aus der „Claire deWitt-Reihe“ ist um einiges vielschichtiger und verschachtelter als die Groschenromane, denen die erfahrene Ermittlerin Claire DeWitt als Teenagerin mit Ihren beiden Freundinnen nachgeht. Vom Leben aus der Bahn geworfen, sich immer wieder neuen Fällen widmend entgeht diese einem Mordanschlag und zeiht den Leser in den Bann der Vergangenheit und Gegenwart. Nachdem die Ermittlerin einen Mordfall um einen Künstler aufgeklärt hat greift des Titel des Buches. Sie ist dauerhaft auf der Suche nach Wahrheit und wenn andere einen Fall abgeschlossen haben ist sie noch lange nicht damit fertig. Sarah Gran erschafft mit Claire deWitt eine Detektivin die gegen den Strom schwimmt und selber die Tiefen des Lebens wie Depressionen und Drogensucht kennt, aber sich trotzdem jeden neuen Fall stellt. Wird sie so auch das Rätsel um Ihre verschwundene Freundin in Teenager-Tagen lösen und war Claires Unfall Wirklich ein Mordanschlag oder nur ein Unglück? Die abgebildeten Waben auf dem Cover spielen nicht nur im Mordfall eine Rolle sondern spiegeln auch die Erzählweise des Romans wieder. Einzelne Stränge an verschiedenen Stellen, verschachtelt, aber am Ende ergibt alles ein Ganzes. Für mich ist die „beste Detektivin der Welt“, wie sie sich selber nennt, mit Ihrem Schicksal und Ecken und Kanten eine erfrischende Abwechselung zu den „normalen“ Detektiven, die einem in der sonstigen Kriminalliteratur begegnen. Nicht immer ist es leicht zu folgen, aber wenn man, wie auch die Detektivin, dran bleibt ergibt irgendwann alles einen Sinn.