Leserstimme zu
Krebszellen mögen keine Himbeeren

Leckere eher gewöhnliche Rezepte, dennoch leider mehr erwartet

Von: Brigittes Bücherblog
04.04.2019

Das Kochbuch zum Krebsratgeber „Krebszellen mögen keine Himbeeren“ ist dreigeteilt. Im ersten Teil des Kochbuchs gehen die Autoren, wie im Ratgeber auch, auf die Entstehung von Krebs ein und wie man Krebsprävention durch Ernährung sinnvoll umsetzen kann. Es spielen bei der Krebsentstehung nicht etwa unsere Gene eine Hauptrolle, sondern vielmehr wie und womit wir uns ernähren. Im zweiten Teil des Buches werden Lebensmittel ausführlich beschrieben, die in der Krebsprävention besonders wertvoll sind. Im letzten Teil des Buches (ab Seite 205) beginnt das eigentliche Kochbuch mit 160 Rezepten für Frühstück, Vorspeisen, Hauptgerichte und Nachtische Das Kochbuch ist reich an schönen Bildern und Grafiken. Soweit so gut. Die Rezepte sind jedoch leider nicht so, wie ich es erwartet hätte. Da wird z.B. munter viel Fleisch und Fisch in allen Variationen verkocht und ebenso vielfach Zucker und Weizenmehl verwendet. An dieser Stelle beginnt meine Kritik. Es gibt keinerlei Nährstoffangaben, ungenügende Hinweis zu Temperaturen bzw. Kochzeiten. Erstaunt hat mich ebenso, dass man in der Mikrowelle kocht. Das entspricht nicht meinem Bild von einem Kochbuch, das zur Krebsprävention dienen soll und vielfach von Krebskranken eingesetzt wird, die sich zudem eher vegan und zucker- bzw. kohlenhydratarm ernähren wollen. Schade, dass der Kochteil nicht besser umgesetzt worden ist. Man gewinnt den Eindruck, dass die beiden ersten Teile mit der Aufklärung über die Entstehung von Krebs und dem zweiten Teil mit der Erläuterung der wertvollen Lebensmittel nicht so recht zum Kochbuch passen möchten.