Leserstimme zu
Die Reise

Etwas anderes erwartet

Von: Vicitoria
09.04.2019

Wir schreiben das Jahr 2088, und die Menschheit bricht zu den Sternen auf... Eine Reise, die Hunderte von Jahren dauern wird. Alle paar Jahrzehnte wird die Crew geklont, doch nicht jeder Klon ist eine perfekte Kopie seines Vorgängers und jede Generation von Klonen hat ihre ganz besonderen Eigenheiten. So wird bereits die Reise selbst zu einem atemberaubenden Abenteuer für jeden von ihnen, und noch wissen sie nicht, welche Geheimnisse sie erst erwarten, wenn sie ihr Ziel erreicht haben ... Leider ist es nicht ganz so einfach, wie der Klappentext verspricht. Das Buch starten nämlich einige Jahre vor der Zeitrechnung und die Autorin überspringt gerne mal einige, viele Jahre. Ich bin wirklich kein Fan von Ausschweifungen und habe mich als erstes sehr darüber gefreut, dass nicht alles so ausführlich beschrieben wird, aber irgendwann hat es mir dann doch gefehlt. Die Sprünge waren zu gewaltig, sodass ich in das Buch leider nicht richtig reingekommen bin. Leider habe ich es auch noch nicht geschafft es zu Ende zu lesen, obwohl es schon über sechs Wochen bei mir liegt und sowas passiert mir fast nie. Das liegt teilweise aber auch daran, dass ich den Hintergrundgedanken des Romanes nicht nachvollziehen kann. Ich weiß nicht, inwieweit ich in die Geschichte jetzt eingreife daher *Spoiler*: Die Menschen auf den Raumschiffen werden geklont, um die Arbeitsstelle mit dem immer gleichen Mann zu besetzten. Was ich mich jetzt aber seit Beginn der eigentlichen Geschichte frage ist, warum werden sie überhaupt geklont? Warum können sie sich nicht einfach fortpflanzen wie ganz normale Menschen und denjenigen mit den besten Qualifikationen und Eigenschaften für diese Stelle besetzen? So wie es heutzutage auch geschieht. Wenn es dann annähernd erklärt wurde, gab es wieder einen Sprung in der Geschichte und ein ganz neues Problem wurde aufgegriffen und das alte dabei belassen. Das hat mich wirklich unbefriedigt zurück gelassen. Als dann die Geschichte aus Sicht der K.I. erzählt wird, sorry, war es für mich ganz vorbei. Ich fand die Gedanken der K.I. viel zu menschlich. Vielleicht steckt fundamiertes Wissen dahinter, aber mir hat es einfach nicht getaugt. Die Autorin sonst hat einen sehr guten Schreibstil, auch wenn einige (Tipp-)Fehler zu finden sind. Auch ist das Cover echt schön gestaltet und macht was her. Ich finde es wirklich schade, dass mich das Buch nicht überzeugen konnte. Sollte ich es irgendwann schaffen es zu Ende zu lesen und es überzeugt mich doch noch, dann werde ich diese Rezession umgehend abändern (sofern möglich). Fazit: Wer die philosophischen Fragen der Science Fiction Themen und er Zukunft mag, für den ist es genau das richtige. Wer jedoch Abenteuer erwartet, der ist hier leider falsch.