Leserstimme zu
Die Verlobten des Winters

mal eine etwas andere Protagonistin

Von: Madame Buchfein
16.04.2019

Ein magisches Abenteuer, welches einen in eine fremde Welt mitnimmt. Diese ist unterteilt in Archen, die ich mir als kleinere Planeten vorstelle und zu denen man relativ schnell reisen kann. Jede dieser Archen hat eine (große) "Familie", die sie bewohnt. Diese Archen gestalten sich recht unterschiedlich, ebenso wie deren soziales und politisches Gefüge. Bspw. scheinen die Animisten recht fortschrittlich im Denken zu sein, wohingegen es am Pol noch nicht so gut bestellt ist, denn dort sind Frauen eher hübsches Beiwerk, die um ihre Position kämpfen müssen. Mich konnte dieser Weltenbau sehr begeistern und ich hoffe, dass man davon noch mehr kennen lernt. Zum einen, weil es mich fasziniert und zum anderen, weil ich noch nicht so ein genaues Bild habe und das oben dem entspricht, wie mein derzeitiges Bild davon ist. Also bitte mehr davon, denn das hat mir etwas gefehlt. ☆ Die Protagonistin ist Ophelia, die zu einer Hochzeit gedrängt wird. Doch dies gestaltet sich ganz anders. Beide wollen sich nicht, sie scheint nur Mittel zum Zweck zu sein und ist dann noch unglücklicher als vorher. Dennoch gibt sie sich nicht auf, weiß aber auch nicht so richtig damit umzugehen und begegnet dem allem auf ihre eigene Art: Sie ist ganz besonders, keine Powerfrau, aber auch keine Heulsuse. Sie hat ihre eigenen Stärken und Schwächen und ich konnte mich richtig gut mit ihr identifizieren. Über die Geschichte entwickelt sie sich aber richtig gut und am Ende mochte ich sie noch mehr. Zudem hat sie besondere Fähigkeiten (eine davon kann man dem Reihentitel entnehmen), wie so einige andere Figuren. ☆ Übrigens stammt dieser Roman aus Frankreich und so finden sich auch einige französische Lehnwörter bzw. ist alles von einem französischen Hauch durchwebt. ☆ Laura Maire ist eine meiner liebsten Sprecherinnen, hat jedem davon Leben eingehaucht und sie unverwechselbar gemacht. ☆ Eine wunderschöne, atmosphärische Geschichte, die mich prinzipiell die ganze Zeit begeistern konnte, aber anfangs empfand ich sie als etwas langatmig, obwohl durchaus einiges passiert ist.