Leserstimme zu
Unsere verlorenen Herzen

Nicht ganz mein Stil, aber dennoch ein Versuch wert!

Von: Booksnights
20.04.2019

Die Geschichte versprach von Anfang an, eine besondere zu sein. Der Roman wurde aus der Sicht von Henry verfasst und war somit das erste Buch, das ich komplett aus der Sicht eines Jungen gelesen habe. Außerdem ist auch schon aus dem Klappentext erkenntlich, dass Grace kein 'normales' Mädchen ist. Somit war ich sehr gespannt, was auf mich zu kommen würde. Ich stellte allerdings relativ schnell fest, dass Henry mich etwas nervte. Ich sah in ihm keinen 17-jährigen Jungen, sondern verglich ich ihn durch seine Art direkt mit einem achtjährigen Jungen - egal wie sehr ich mich anstrengte. Außerdem nervte mich seine Unentschlossenheit: seine Gefühle waren ein Hin und Her und am Anfang konnte ich es ja noch nachvollziehen. Er war sich über das, was er fühlte nicht sicher, und das war auch okay. Allerdings nahm es nicht ab und irgendwann kam der Punkt, an dem es mich etwas genervt hat. Auch der Schreibstil hat mich nicht wirklich überzeugen können. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass die Autorin versuchte, lustige Passagen einzubauen, allerdings kam ich mit ihrem Humor nicht ganz klar. Ich fand die Witze, die meistens in Form von Kommentaren aus der Sicht von Henry auftraten, nicht wirklich witzig und es gab auch oftmals Verständnisschwierigkeiten, da ich manchmal nicht ganz so fundiertes Wissen in beispielsweise Filmen hatte, wie es die Autorin voraussetzte. Dennoch muss ich aber auch sagen, dass einiges an Spannung vorhanden war, die mich mitgerissen hat. Ich fand die Beziehung zwischen den beiden sehr schön und wollte unbedingt wissen, wie es sich entwickeln würde. Somit war auch der Inhalt ein großer Pluspunkt, da ich die Thematik sehr schön fand. Was mich hier allerdings etwas gestört hat, war, dass das Buch sehr durchschaubar war. Es sollten zwar viele Geheimnisse im Buch auftauchen und nach und nach gelöst werden, aber oftmals war ich der Geschichte einen Schritt voraus und wusste, wie diese Rätsel zu lösen waren. Daher fehlten mir auch die zahlreichen Wendungen. Was für mich das Highlight darstellte, war definitiv das Ende. Das war so wirklich die einzige Wendung, die ich nicht wirklich vorhersehen konnte, und es war endlich einmal ein Ende, das man garnicht erwartet. Die Autorin schafft in dem Buch kein typisches Liebes-Ende ganz nach verschiedenen Klischees, sondern macht ihr eigenes Ende daraus, das ich so noch bei keinem Buch gelesen. Fazit: Nicht ganz mein Stil, aber dennoch ein Versuch wert! Das Buch konnte mich leider nicht ganz überzeugen - der Schreibstil taugte mir nicht und ich konnte mich auch nicht wirklich mit dem Protagonisten identifizieren. Dennoch war das Buch ein besonderes, da es nicht nach dem Schema der typischen Liebesgeschichten aufgebaut war, sondern die Autorin schafft hier eine ganz neue Art der Liebesgeschichten.