Leserstimme zu
Das kleine Sommerhaus am Meer

Vorfreude

Von: niwibo
01.05.2019

Wo die Sonne auf den Wellen funkelt... Mit dem Dorf Mariposa an der spanischen Küste verbindet Ava viele schöne Momente: von Eiscreme am Strand bis hin zu ihrem ersten Kuss. Als ihre Großmutter stirbt, zieht sie deshalb kurz entschlossen in deren Haus in Spanien. Avas Bruder Rory hingegen will das geerbte Haus möglichst bald loswerden und reist ihr notgedrungen hinterher. Doch die Gassen von Mariposa und die Dorfbewohner, die sie schon ihr Leben lang kennen, wecken bald sorgfältig gehütete Erinnerungen in den Geschwistern. Vor allem Ava fühlt sich in die Vergangenheit zurückversetzt, besonders als sie den Schauspieler und Schwarm ihrer Jungend Tom trifft... Dieses Buch weckt Erinnerungen an die ewig langen Sommerferien meiner Kindheit, an Strand, Sonne, die ganze Verwandtschaft verteilt auf kleine Häuser am Meer und die vielen Leckereien, die es nur dort im Urlaub gab. Es liest sich sehr schön, wie die junge, etwas orientierungslose Ava aus London in das Haus ihrer Großmutter zurückkehrt, dort in alten Erinnerungen stöbert und sich mit ihrer eigenen Geschichte auseinandersetzt, sich mit ihrem Bruder arrangiert, der in dem langen Sommer am Meer versucht, seine Ehe zu retten, sich liebevoll um ihren zehnjährigen Neffen kümmert und sich gaaaanz langsam Tom, ihrem Jugendschwarm, annähert. Alle zusammen versuchen, jeder auf seine ganz eigene Art und Weise, das alte Café am Strand zu retten, und zusammen mit den alten Dorfbewohnern, alles Freunde der verstorbenen Großmutter, bilden sie bald eine eingeschworene Gemeinschaft. Am Ende des Sommers ist Ava aber auch Rory irgendwie erwachsener geworden, sie wissen, wo ihr Weg sie hinführen wird und auch, wenn das Ende nicht ganz so ist, wie man es eigentlich erwartet, schließt man das Buch mit einem guten Gefühl.