Leserstimme zu
Die Verlobten des Winters

Eine tolle Geschichte, die den Vergleich mit Harry Potter nicht scheuen muss

Von: Cozibibliophilie
12.06.2019

Ophelia lebt auf Anima, eine von mehreren Archen auf der Welt. Dort kümmert sie sich um das Erbe ihrer Ahnen; denn Anima kann Gegenstände lesen. Wenn sie die Gegenstände berührt, dann erfährt sie die ganze Geschichte der Gegenstände. Ophelia ist zufrieden mit ihrem Leben, doch ihre Familie möchte sie gerne verheiratet sehen. So kommt es zur Verlobung mit einem Adeligen des Pols. Ophelia beugt sich ihrem Schicksal und folgt ihrem Ehemann in spe zum Pol. Doch dort ist alles ganz anders als erwartet. Warum, reden alle um sie herum von Gefahr? Und warum hat sie das Gefühl, nicht alles über ihre neue Heimat zu erfahren? In den ersten Minuten des Hörbuchs konnte mich der Schreibstil, die Erzählweise und das Wordbuilding sofort für sich einnehmen. Jeder Satz wirkt wohlüberlegt und hätte besser nicht gewählt werden können. Der Aufbau der Welt ist ebenfalls sehr interessant. Mit den verschiedenen Archen, auf denen jeweils meist eine Familie lebt, ist mir so noch nicht begegnet. Auch haben die Bewohner meist außergewöhnliche Fähigkeiten wie das Lesen von Gegenständen oder das Reisen durch Spiegel. Der Erzählstil rundet diese Welt perfekt ab, ich hatte sie förmlich vor Augen und würde dort auch gerne einmal einen Ausflug hinmachen! Auch die Geschichte bietet viel Abwechslung und immer wieder neue Wendungen, wodurch die Spannung nicht abbricht. Ich hatte eine eher royal angehauchte Geschichte mit Fantasyelementen gedacht. Bekommen habe ich Spannung, Intrigen und ausgereifte Charaktere. Unsere Hauptcharakterin Ophelia war mir durchweg sympathisch, auch wenn ich die Ausprägung ihrer Introversion und Tollpatschigkeit teilweise etwas zu viel fand. Es hat sie zeitweise dümmlich wirken lasse, was sie aber absolut nicht ist! Eine tolle Geschichte, die den Vergleich mit Harry Potter nicht scheuen muss!