Leserstimme zu
Du bist in meiner Hand

Uneingeschränkte Elternliebe auf der Probe

Von: Linda liest
16.06.2019

Kerry hat sturmfrei und nutzt dies als Chance für eine Party. Während die Party im vollen Gang ist und auch danach noch überlegt der Nachbarsjunge Jamie, warum er wohl nicht eingeladen wurde. Schließlich lädt sie ihn sonst auch immer ein, um gemeinsam im Pool zu schwimmen. Als die Party vorbei ist und Kerry mit dem Aufräumen beschäftigt ist, beobachtet Jamie einen großen Mann, der aus dem Wald direkt zu Kerry gelaufen kommt. Kurz darauf liegt sie im Pool. Am Tag darauf kehren ihre Schwester und Eltern zurück und entdecken Kerry’s Leiche im Wasser treiben. Mary Higgins Clark versteht es Spannung für den Leser aufzubauen. Schnell geraten der Nachbarsjunge, aber auch der Freund von Kerry, in Verdacht für den Mord verantwortlich zu sein. Doch es fehlen die Beweise. Lediglich Indizien deuten abwechselnd auf den einen und den anderen als Mörder hin. In einem Wechselspiel aus der Darstellung der Beziehung aller Protagonisten zu Kerry und dem Auftauchen neuer Hinweise, fesselt Mary Higgins Clark den Leser. Besonders gelungen empfand ich die tief gehende Liebe aller Eltern zu ihren Kindern. Zum einen wurde die Sicht der Eltern beschrieben, die mit dem tiefen Verlust ihrer geliebten Tochter kämpfen. Zum anderen wurde aber auch die tiefe Zerrissenheit und doch bedingungslose unendliche Liebe der Eltern der beschuldigten Jugendlichen Jamie und Alan dargestellt. Die Darstellung solch einer Art der Liebe habe ich bisher in noch keinem Buch so treffend und deutlich beschrieben gelesen. Die Autorin trifft einfach immer die richtigen Worte und nicht nur das: sie schafft dies in kurzen prägnanten Sätzen und vor allem auch in knackig gehaltenen Kapiteln, so dass der Lesefluss niemals abreißt. Von Anfang bis Ende einfach nur spannend.