Leserstimme zu
Um fünf unter den Sternen

Unterhaltsame Geschichte, die mich jedoch leider nicht fesseln konnte …

Von: Lisatschernouzki.writer
18.06.2019

Darum geht es: Die Schwestern Nessie und Sam könnten unterschiedlicher nicht sein, doch eines haben sie gemeinsam: ein hoch kompliziertes Liebesleben. Als sie ein romantisches kleines Pub auf dem Land erben, kommt die Chance auf einen Neuanfang für beide wie gerufen. Doch der verläuft anders als gedacht – das Gebäude ist heruntergekommen und verschuldet, und dann sind da noch die naseweisen Dorfbewohner, die schon ganz eigene Pläne für die Neueröffnung geschmiedet haben. Doch Nessie und Sam sind fest entschlossen, das Pub zu retten und es wieder zum Mittelpunkt des Dorfes zu machen. Zum Glück gibt es da noch Joss, den charmanten Kellner, und Owen, den gut aussehenden Schmied von gegenüber … Meine Meinung: In der Geschichte geht es um die beiden Schwestern Nessie und Sam, die das Stars and Sixpence von ihrem Vater, einem Trinker, erben, mit dem sie schon ewig keinen Kontakt hatten. Sowohl Sam als auch Nessie sehen das als willkommene Chance, ihrem bisherigen Leben zu entschwinden und knien sich dementsprechend in die Arbeit. Ganz amüsant finde ich die unterschiedlichen Charaktere, die sich dort in dem Dorf versammeln. Die Dorfgemeinschaft Little Monkham ist eine eingeschworene Herde von Menschen, die viel Wert auf den Fortbestand ihres geliebten Pubs legen. Die beiden Schwestern waren demnach mehr oder weniger gezwungen, das Pub innerhalb kürzerster Zeit auf Vordermann zu bringen. Natürlich bringt das wiederum ein paar Veränderungen mit sich, mit denen die Einwohner von Little Monkham anfangs überhaupt nicht einverstanden sind. Im Laufe der Geschichte lernen die beiden Schwestern dazu, meistern die Herausforderungen, die das Pub mit sich bringt, finden neue Freunde, verlieben sich und werden Teil der Gemeinschaft von Little Monkham. Ich fand es rührend, als die Einwohner sich geschlossen auf Sams Seite stellten, nachdem ein Teil ihrer Vergangenheit ans Licht kam. Das hat gezeigt, wie sehr die Schwestern in der Zwischenzeit geschätzt wurden. Wie im Klappentext angesprochen lernten die Schwestern den Kellner Joss und Owen, den gutaussehenden Schmied von nebenan, kennen. Joss war sehr selbstbewusst, was mich hin und wieder ein wenig gestört hat. Den Streit zwischen ihm und Sam konnte ich gewissermaßen verstehen, fand ihn dennoch übertrieben. Tja, und dann wären da noch Nessie und Owen. Es war ja ganz süß, dass die beiden nichts überstürzten und sich langsam heranpirschten, aber das alles über ein Jahr? Den Zeitraum empfand ich als zu lang. Eine gefühlte Ewigkeit passierte nichts zwischen den beiden, was ich irgendwie schade fand, da ja auch offensichtlich war, dass sie einander mochten. Das Buch spielt über den Zeitraum von einem Jahr. Eigentlich passiert in dieser Zeit viel, wenn man bedenkt, was sich in all den Monaten alles tut. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, es würde sich wenig ereignen. Mein Fazit: Der Teil zwischen Nessie und Owen hat sich in meinen Augen ziemlich lange gezogen. Das hätte man ein wenig verkürzen können. Ansonsten fand ich die kleinen Botschaften, die das Buch vermittelt hat, schön. Das Gemeinschaftsgefühl, das in der Geschichte vermittelt wurde, fand ich sehr angenehm. Alles in allem war es eine unterhaltsame Geschichte, die mich jedoch nicht fesseln konnte.