Leserstimme zu
Ein Sommer und ein ganzes Leben

Ein richtiges Feelgood-Sommerbuch

Von: Domics Pinnwand
25.06.2019

Ich glaube, Frau Valentin/Steffan/Günak könnte sich zu einer neuen Lieblingsautorin für mich entwickeln! Klar, das ist keine große Literatur, sondern spritzig-unterhaltsam geschriebene Sommerlektüre (ja, ich denke, das ist wieder so ein Buch, dass Du unbedingt im Sommer lesen solltest): Es spielt im Sommer, allerdings ist der Garten mit der Kastanie nicht die "Hauptperson", wie der Klappentext vielleicht glauben machen könnte. Es geht eher um die Liebesgeschichte zwischen Katharina und David und um den "Rucksack", den beide mit sich herumtragen. Der ist halt bei David durch den Rollstuhl sichtbarer als bei Katharina. Ich finde, Frau Valentin gelingt es sehr gut, David nicht als "den Behinderten" darzustellen, sondern um einen ganz normalen berufstätigen Mann, der eben auch im Rollstuhl sitzt. Die Behinderung ist aber nie das große Thema im Buch, sondern nur ein Aspekt von David, so wie andere Menschen vielleicht eine Narbe haben oder einen krummen Zeh oder eine auffällige Haarfarbe oder sowas. Die Autorin sagt auch im Nachwort, dass es ihr darum ging, dass ein paar "diversere" Figuren in einem Roman vorkommen, ohne dass ihr "Anderssein" das Hauptthema des Romans ist. Das ist ihr aus meiner Sicht definitiv gelungen und mit diesem Buch ist sie definitiv auf die Liste meiner Lieblingsautorinnen gewandert!