Leserstimme zu
Der Bücherdrache

Treffen sich ein Buchling und ein Bücherdrache im Ormsumpf ...

Von: Sarah-Marie Müller
01.07.2019

Mir hat das Hörbuch ausnehmend gut gefallen! Dies liegt vor allem an der lebhaften Erzählweise des Synchronsprechers Andreas Fröhlich, den ich auch schon live erleben durfte. "Der Bücherdrache" ist mein erstes Buch von Walter Moers, und damit auch aus dem Zamonien-Universum, gewesen. Zu Beginn hat mich dessen Schreibweise etwas verwirrt, da er sich sehr eloquent ausdrückt, jedoch lockert er es an den richtigen Stellen mit amüsanten Formulierungen auf. Man kommt sich als Leser bzw. Hörer daher nicht durchweg überfordert ob der hoch angesiedelten Sprache vor. In der Geschichte begleiten wir den Buchling Hildegunst Zwei, der in einer Geschichtslehrstunde von dem Ormdrachen Nathaviel erfährt. Nach der Stunde prahlen sechs Klassenkameraden, die als Gruppe schlicht "Die Klassiker" genannt werden, damit, dass sie nicht nur von dem Drachen wissen, sondern ihn sogar schon einmal gesehen haben. Dort draußen, im Ormsumpf! Der Lehrer hatte ihnen aufgegeben, sich eine Frage für Nathaviel auszudenken, der aufgrund seines über Jahrtausende hinweg entstandenen Buchpanzers und des damit aufgesaugten Wissens zum Ohrakel aufgestiegen ist. Die Klassiker finden Hildegunst Zwei's Frage so gut, dass sie ihm die Aufnahme in ihren Geheimbund "Die Ormlinge" versprechen, wenn er eine Aufgabe erfüllt. Er soll zum Drachen gehen, ihm seine Frage stellen ("Die ist gut, wirklich guuut!") und ihm auch noch ein Buch aus dem Panzer entfernen als Beweis, dass er wirklich dort war. Hildegunst Zwei wagt den Weg hinaus aus der Ledernen Grotte, hinein in den Ormsumpf. Ob das so klug war? ... Ich gebe der Geschichte volle fünf Sterne, weil ich mich von vorne bis hinten unterhalten gefühlt habe und die Lesung durch Andreas Fröhlich einfach gigantisch ist!