Leserstimme zu
Nordlicht - Die Tote am Strand

ruhiger Krimi mit Küstenflair

Von: seitenleben
05.07.2019

Zum ersten Mal müssen Vibeke Boisen aus Flensburg und Rasmus Nyborg aus Dänemark gemeinsam einen Fall lösen. Ein Mord wurde unmittelbar an der deutsch-dänischen Grenze verübt und die beiden Ermittler brauchen einige Zeit, um sich kennen zu lernen und dem jeweils anderen zu vertrauen. Die Tote ist eine junge Frau, Liva, die schon seit 12 Jahren als vermisst und totgeglaubt gilt. Doch wovor musste sich das Mädchen damals verstecken und hat sie ihr Verfolger nun eingeholt? Anette Hinrichs beginnt mit „Nordlicht“ eine sehr stimmungsvolle neue Krimireihe an der deutsch-dänischen Küste. Das Setting ist eindrucksvoll beschrieben und es kommt beinahe eine Meeresbrise auf während des Lesens. Das neue Ermittlerduo bringt neben dem Misstrauen gegeneinander auch einige Altlasten mit, an denen die beiden noch sehr zu knabbern haben. Man würde gerne schon zu Beginn mehr erfahren, um die Personen besser einschätzen zu können, doch die Puzzleteile setzen sich nur Stück für Stück zusammen, sodass sie mir leider recht fremd geblieben sind und weder die pflichtbewusste Vibeke noch der verbitterte Rasmus als Sympathieträger dienen konnten. Der Fall selbst lockt den Leser auf viele falsche Fährten und deckt den ein oder anderen menschlichen Abgrund auf. Für mich fehlte jedoch die Geschwindigkeit und ein bisschen Nervenkitzel, um den Krimi zu einem Pageturner werden zu lassen. Das Cover ist besonders gut gelungen. Eine atmosphärische Farbgebung und besonders die haptischen Elemente machen das Buch zu einem echten Hingucker.