Leserstimme zu
R.I.P.

Hochspannend ...

Von: brigitta
06.07.2019

Kurze Zusammenfassung: Stella arbeitet im Kino, sie verkauft Cola und Popcorn und der Arbeitstag ist wie immer, außer dass sie dieses Mal nach Ende der Vorstellungen alleine im Kino ist und aufräumt, ihre Kollegen sind alle schon gegangen. Doch Stella ist nicht alleine, jemand ist im Kino geblieben und dieser Jemand hat das Ziel Stella zu töten. Stellas Qualen werden per Snapchat an alle ihre Kontakte geschickt und bevor Stella ihren letzten Atemzug getan hat, ist die Polizei schon auf dem Weg zum Kino. Dort deutet nichts auf den Täter oder seine Motivation hin, auch Stella erscheint zunächst als Zufallsopfer, außer, dass Stella mit einer Zwei markiert wurde und scheinbar das zweite Opfer ist. Huldar und Freyja erkennen allerdings schnell, dass Stella nicht das beliebte und nette Mädchen ist, als das sie dargestellt wird. Als dann auch noch Egill verschwindet finden Freyja und Huldar ein Muster. Beide Jugendliche habe andere Mitschüler aufs Grausamste gemobbt. Beide Opfer sind gleichzeitig Täter und beide haben mit ihren Taten Leben zerstört. Egills Leiche wurde noch nicht gefunden und Huldar ahnt, dass er erst Opfer Nummer 1 finden muss um auch Egill zu finden. Allerding wird das nicht einfach sein, denn seine Vorgesetzte Erla legt ihm alle Steine in den Weg, die sie finden kann und Freyja ist auch nicht angetan von der Zusammenarbeit mit ihm …. Fazit: Ich liebe die Romane um Huldar und Freyja und auch dieser Thriller hat mich wieder sehr begeistert. Nicht nur der Kriminalfall packt und fesselt, sondern auch die Beziehung zwischen Freyja und Huldar. Eigentlich hat es ganz wunderbar zwischen beiden begonnen, doch dann hat Huldar jede Chance auf eine private Beziehung vernichtet. Jetzt arbeiten beide gelegentlich zusammen, Huldar möchte Freyja unbedingt erobern, doch Freyja straft Huldar mit Verachtung. Ich mag das „Katz – und Mausspiel“ zwischen den Beiden und wünsche mir eigentlich in jedem Band, dass sie sich endlich finden. Nichtsdestotrotz sind beide, in der Zusammenarbeit, ein gutes Team. Sie ergänzen sich in ihren Sichtweisen und kommen beide, auf ihren eigenen Wegen, zu den gleichen Ergebnissen. Der Fall an sich ist sehr abgründig und Yrsa Sigurdarsdottir hat hier wieder einen bösen Täter kreirt der in einer sehr dunklen und finsteren Welt lebt. Allerdings sind auch die Opfer zum Teil dunkel und finster und für einen kleinen Teil der Protagonisten ist es eine Erlösung, dass die Opfer nun nicht mehr existieren. Trotzdem vollzieht Yrsa Sigurdarsdottir hier keine Täter-Opfer Umkehrung, sie lässt die Sympathie für die Opfer nach und nach Schwinden ohne dass diese dabei ihren Opferstatus verlieren. In den Romanen um Freyja und Huldar muss sich der Leser als nicht nur mit dem Täter auseinandersetzen, sondern auch mit dem Weg, den der Täter gehen musste, um an diesen Punkt zu kommen. Mich hat das Buch bestens unterhalten und ich hoffe auf weitere Bände um Freyja und Huldar Das Buch ist zwar der dritte Band einer Reihe, lässt sich aber auch gut als Einzelgänger lesen