Leserstimme zu
Es geht auch ohne Plastik

Es geht auch ohne Plastik

Von: Jasmin von Das Lesesofa
21.07.2019

Plastik - das Thema ist gerade so aktuell wie noch nie und doch ist es nichts Neues. Als passionierte Naturliebhaberin sehe ich immer und überall Abfall und dabei sticht der Plastikmüll besonders hervor. Von der Zahnbürste bis hin zur Tasche habe ich schon (fast) alles gesehen und das sowohl auf dem Land, wie auch im Meer. Solche Szenen und besonders die, wo Tiere zu Schaden kommen, leiden, oder sogar daran sterben machen mich fassungslos. Muss das sein? Absolut plastikfrei zu leben ist in unserer Zeit sehr schwer bis kaum möglich, aber viele Produkte für den alltäglichen Bedarf sind schlicht und ergreifend unnötig, wie zum Beispiel drei aufwändige Verpackungen für ein kleines Produkt, eine Einwegflasche oder ein Kaffeebecher. Doch was kann man tun? Das Buch Es geht auch ohne Plastik von Sylvia Schaab zeigt in einer 30 Tage Challenge, dass ein Leben mit so gut wie keinem Plastik möglich ist und das sogar als Familie! Jetzt geht es unseren alltäglichen Ausreden an den Kragen :) Meinung: Wenn es irgendwann einmal Klick gemacht hat und man einen Schritt zurücktritt und den Alltag mit neuen Augen betrachtet, sieht man immer und überall etwas mit, aus oder verpackt in Plastik. Am Anfang dieser Phase ist man voller Tatendrang und am liebsten würde man alles plastikhaltige aus dem Haus werfen und durch nachhaltigere Produkte ersetzen. Das funktioniert eine Zeit lang sehr gut, bis drei Dinge zusammenkommen: 1. die Flut an Plastik überwältigt einen, 2. man findet keine Alternative und 3. das Geld im Portmonee wird knapper als man schauen kann. Ich verzweifelte, als ich meinen Apothekenschrank nachhaltiger gestalten wollte und für die meisten Arzneien keine Alternative fand und es in dem Moment so schien, als würde mich der Plastikmüll der ganzen Welt gebündelt begraben. An dem Zeitpunkt geriet ich ins Straucheln und fühlte mich eingeengt. Um nicht in einen Stilstand zu geraten, habe ich begonnen zu recherchieren. Dabei stieß ich auf das Buch Es geht auch ohne Plastik, dessen Autorin mit ihrer Familie seit fast drei Jahren fast plastikfrei lebt. Wer so etwas schafft und das mit einer Familie, der besitzt eine Menge an Erfahrungen! Sehr anschaulich und in einem verständlichen Schreibstil erläutert die Autorin zuerst die Grundlagen und dann auch gewisse Auswirkungen, beispielsweise die verschiedenen Formen von Plastiken und ihre Schädlichkeit. Des Weiteren ist das Buch in verschiedene Themen kategorisiert, so dass man einfach ein Kapitel überspringen kann bei Bedarf. Hat man das problematische Thema gefunden, welches man angehen will, wie das Bad (übrigens kann man hier sehr viel und einfach umgestalten und eignet sich daher ideal für den Einstieg), erhält man zu Erst einen Überblick, Alternativen und sehr viele Rezepte um Produkte wie ein Waschmittel selbst herzustellen. Keine Alternative oder Zutat eines Rezepts sind sehr exotisch oder sehr schwer erhältlich, weswegen die Umsetzung realistisch für den eigenen Alltag ist. Fazit: Viele Dinge aus Es geht auch ohne Plastik haben in mir neue Denkanstöße ausgelöst, manche Tipps und Tricks habe ich entweder direkt oder in abgeänderter Form angewandt oder waren für mich persönlich nicht relevant. Auch wenn ich aktuell noch nicht soweit bin um die 30 Tages Challenge umzusetzen, so hat mir das Buch viele wertvolle Möglichkeiten und Ideen geboten, so dass ich jeden Tag ein Stück weit mehr plastikarmer leben kann. Aus diesem Grund kann ich euch Es geht auch ohne Plastik definitiv empfehlen und solltet ihr jemanden im Familien- und Bekanntenkreis haben, der an diesem Thema etwas in seinem Leben ändern möchte und sei es noch so klein, dann eignet sich dieses Buch ideal als Geschenk.