Leserstimme zu
Mehr als Worte sagen können

Mehr als Worte sagen können..

Von: sk
29.07.2019

Klappentext: Nina Gregory war schon immer eine gute Tochter und eine gute Freundin. Doch als ihr Vater plötzlich erkrankt und kurze Zeit später verstirbt, muss sie seinen Platz im Familienunternehmen übernehmen. Womit Nina jedoch nicht gerechnet hat, sind die tief vergrabenen Geheimnisse ihres Vaters, die nach und nach ans Licht kommen. Ninas Überzeugungen werden in ihren Grundfesten erschüttert, und zum ersten Mal muss sie sich fragen, wer ihr Vater eigentlich war. Aber vor allem muss sie sich fragen, wer sie sein möchte. Und wen sie lieben kann… Meine Bewertung: Zum Cover: Das Cover ist schön gestaltet worden. Deutlich zu erkennen sind zwei Personen, die Stirn an Stirn zueinander stehen. Dadurch lässt sich schließen, dass es sich hier um einen Liebesroman handeln muss. Zusätzlich wurde die Skyline New Yorks in der unteren Hälfte des Covers abgebildet. Zum Inhalt: Der Roman handelt nicht ausschließlich von einer Liebesgeschichte, wie das Cover deuten ließ. Die Protagonistin, die 33 jährige Nina Gregory, muss sich zu Beginn der Handlung um ihren Krebserkrankten Vater Sorgen machen. Schon als jungen Mädchen hatte sie ihre Mutter durch einen Unfall verloren und seit jeher standen sie und ihr Vater sich sehr nahe. Seitdem stand sie auch unter großem Druck, denn ihr Vater Jospeh führt die renommiertesten Hotels in New York City und als Einzelkind soll Nina dessen Erbe antreten. Die Gregory Cooperation, welches aus einer Hotelkette mit Restaurants und Bars sowie einer reichen Kunstsammlung besteht und von Ninas Großvater gegründet wurde, steht für Erfolg und Luxus, aber auch für Elegant und Kunst, was der ganze Stolz von Joseph Gregory ist. Als Ninas Vater stirbt, gerät ihre Welt ins Wanken. Sie, die zuvor im Wahlkampfbüro von Rafael O'Connor-Ruiz arbeitete, fühlt sich der Leitung der Gregory Hotels nicht gewachsen. Nina gerät ins Grübeln, ob der Lebenstraum ihres Vaters überhaupt der ihrer ist. Zusätzlich findet sie ungeahnte Informationen über ihren Vater heraus, wodurch sie seine Persönlichkeit in Frage stellt. Sie bricht aus ihrer Rolle der folgsamen Gregory-Tochter heraus, erfindet sich neu und stößt damit ihren Partner Tim vor den Kopf. "Mehr als Worte sagen können" ist ein Roman über Selbstfindung und die Entscheidung darüber, welches Leben man eigentlich führen möchte. Darüber hinaus wird eine Liebesgeschichte erzählt, bei der die Entscheidung zwischen zwei Männern im Vordergrund steht. Zum Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin veränderte sich im Laufe der Handlung. Zu Beginn des Roman war dieser sehr angenehm und flüssig. Die Handlung ließ sich dementsprechend auch relativ schnell und einfach zu lesen. Zusätzlich hatte die Autorin Jill Santopolo zu Beginn eine sehr glaubhafte melancholische und bedrückende Stimmung rüberbringen können, da Nina täglich mit dem Tod ihres Vaters Joseph rechnen musste. Sein Vermächtnis wird damit zunehmend zu einer Belastung für die junge Frau, was auch ziemlich gut rübergebracht wurde. Allerdings hat es die Autorin nicht geschafft, in irgendeiner Weise Spannung aufzubauen. Der Schreibstil wurde ziemlich ausschweifend. Die Kapitel wurden teils sehr kurz und sprangen mal ein paar Tage weiter. Dennoch gefällt es mir besonders gut, dass kurze Sätze vorhanden sind sowie Absätze, die für einen guten Leseverlauf sorgen. Die gesamte Handlung wird aus der Sicht von Nina erzählt. Die Charaktere wirken authentisch, wobei Ninas Luxusleben mit Villen in New York und den Hamptons mit einem eigenem Fahrer sehr sehr weit weg von der Lebenswelt der Leser ist. Ihre Entwicklung und ihre Gefühlswelt fand ich jedoch recht gelungen beschrieben. Dieses Buch ist insgesamt in ein Prolog und 79. Kapiteln unterteilt. Mein Fazit: Mich konnte der Roman nicht abholen, leider war dieser nicht mein Fall. "Mehr als Worte sagen können" ist ein Roman über Selbstfindung und der Zwiespalt im Leben, sowie mit einer Liebesgeschichte untermischt. Trotzdem finde ich, dass dieser Roman einige Leser ansprechen wird. Dementsprechend gebe ich insgesamt drei von fünf Sternen. Danke an das Bloggerportal und dem Heyne - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!