Leserstimme zu
Das Kaninchenrennen

Ein wunderbares Buch

Von: Buecher Loewe
10.04.2015

Als erstes möchte ich euch mal von dem Buch an sich vorschwärmen, da gibt es nämlich ein Daumenkino!!! Ich lese ja hier und da auch mal gerne “elektronisch”, aber bei diesem Buch kann ich nur zur gebundenen Ausgabe raten. Hier findet sich ein absolutes Highlight im unteren Bereich der Seiten. Mit dem Daumenkino kann man viel Zeit verbringen, glaubt es mir ;-) Dafür schon mal einen Sonderzusatzpunkt und ein großes Dankeschön für diese tolle Idee und Umsetzung des Verlages. Neue Kapitel erkennt man am Bild eines Hasenkäfigs mit der Kapitelnummer, auch dies finde ich eine schöne Idee. Aber nun mal zum Inhalt an sich. Boris Koch erzählt uns in diesem Jugendbuch eine wunderbare Geschichte. Wir finden uns in einem kleinen Örtchen namens Niederrhode wieder. Hier dreht sich alles um Kaninchen, einmal im Jahr gibt es ein großes Kaninchenrennen und alle zehnjährigen Kinder bekommen ein Kaninchen zugeteilt. Nun dürfen sie einige Zeit mit ihrem Kaninchen trainieren und dann kommt der große Tag des Rennens. Alle Kinder wollen siegen, da dies viel Ehre und Ruhm verspricht. Auch Tim freut sich auf “sein” Kaninchen und er trainiert sehr gewissenhaft mit seinem Opa. Tim hat es aber auch nicht leicht, er kommt meist ein wenig zu spät, was ihm immer wieder Ärger einbringt und dann stellt sich auch noch heraus, dass sein leider viel zu früh verstorbener Vater seinerzeit beim Kaninchenrennen gekniffen hat. Damit hat Tim natürlich keinen guten Bedingungen und nun wenden sich seine Freunde auch von ihm ab. Aber Tim gibt nicht auf. Am Tag der Kaninchenweihe entscheidet er sich für die Nummer 13. Aber ob er mit dieser Entscheidung richtig liegt? Er bekommt ein Kaninchen mit nur drei Beinen. Wie soll er damit das Rennen nur gewinnen? Tim findet neue Freunde und die halten zu ihm und Blackbeard. Dabei hat es auch Pascal nicht ganz so einfach. Er als Zugezogener steht an sich nicht hoch im Kurs und als Pascals Mutter dann auch noch das Kaninchen von Pascal weggeben will, müssen die Jungs sich etwas ausdenken. Pascal braucht Ferse(ngeld) doch unbedingt, gut das den beiden Jungs eine Lösung einfällt die für alle Beteiligten richtig erscheint. Als sich die Jungs dann noch mit Lissy zusammenschliessen und eine eigene gemeinsame Trainingsstrecke auskundschaften scheint dem Erfolg erst mal nichts im Wege zu stehen. Auch wenn Lissy s Goliath nur ein Zwergkaninchen ist, weil Mädchen immer nur Zwergkaninchen bekommen, haben alle Kinder und auch die Kaninchen viel Spaß. Bis der Tag des Rennens da ist, müssen Tim, Pascal und Lissy gemeinsam mit Blackbeard, Ferse und Goliath eine Menge Abenteuer bestehen. Wer wird am Ende der Sieger sein? Der Schreibstil ist locker und flüssig und auch wenn es sich eigentlich um ein Jugendbuch handelt, so hat mich die Geschichte voll in ihren Bann gezogen. Ich habe mit Tim gelitten und gebangt, habe gehofft und gezittert. Es geht in diesem Buch um so viel mehr als um das große Rennen. Boris Koch zeigt uns hier was wahre Freundschaft bedeutet. Er zeigt kindgerecht auf, dass auch Aussenseiter wichtige und tolle Persönlichkeiten sind. Aber neben all dem pädagogisch wertvollem steht hier die Freude und der Spaß mit an der vorderen Stelle. Das Buch ist witzig und lustig, an einigen Stellen traurig und berührend und insgesamt einfach nur super spannend!!!