Leserstimme zu
Apollo 11

Das wahnsinnige Abenteuer der Raumfahrt

Von: Susanne Martin aus Leinfelden
06.08.2019

Dieses Buch habe ich sehr gerne gelesen. Es liest sich ausgesprochen flüssig und was mir besonders gut gefiel war, daß James Donovan die Geschichte der amerikanischen Raumfahrt in einen historischen Zusammenhang stellt. Das war eine wichtige Ergänzung zu meinen Erinnerungen an diese Zeit und zu all den Büchern und Zeitungsartikeln, die ich damals verschlungen habe. In einer Zeit, in der die Welt sich im Kalten Krieg befand, ging es vorrangig darum, den Verbündeten und vor allem den Sowjets zu zeigen, daß man die stärkste Nation auf dieser Erde ist. Daß dafür nicht nur astronomische Geldsummen ausgegeben wurden, sondern auch zahlreiche menschliche Opfer beklagt werden mussten, wurde billigend in Kauf genommen. Ein Beleg dafür ist eine kurze Anmerkung im letzten Kapitel des Buches, als Donovan schreibt, daß Wissenschaftler der NASA nur mühsam das Zugeständnis abringen konnten, überhaupt einige wissenschaftliche Experimente auf der Mondoberfläche durchführen zu lassen. Auch die fragwürdige Haltung Wernher von Brauns während des Dritten Reiches wird ausführlich beleuchtet. Bei der Lektüre wird einem aber auch klar, was für ein ungeheures Risiko alle Beteiligten mit jedem der Raumflüge eingingen und wie primitiv die Computertechnik damals noch war. Im Vergleich mit den heutigen Möglichkeiten erscheint es geradezu unglaublich, daß nicht mehr passiert ist und daß es überhaupt gelang, Menschen zum Mond zu bringen. Fazit: Ein gut lesbares, hervorragend recherchiertes Buch, das mir das ganze wahnsinnige Abenteuer der Raumfahrt wieder in Erinnerung rief. Lesenswert für die, die sich für die Geschichte des Weges der Menschen zum Mond interessieren oder sich, wie ich, an diese Zeit zurückerinnern möchten