Leserstimme zu
Nächstes Jahr in Havanna

Gebrochene Herzen in Kuba

Von: Sabine Knapp (Knappenblog) aus Wattens
02.09.2019

Ein Buch, das für mich perfekt in die Kategorie "Urlaubslektüre" passt. Die Sprache von Chanel Cleeton ist leicht und flüssig. Man darf sich von wundervollen Liebesgeschichten ins Reich der Fantasie tragen lassen. Außerdem lernt man durch das Buch ein Land kennen. Ich habe viel zu wenig über die politische Situation auf Kuba gewusst und das hat mich sehr interessiert. Und auch von der Kultur der Kubaner, von ihren Gepflogenheiten und ihrem Essen erfährt man viel. Ich mag es sehr gerne, wenn ich durch einen Roman so viel über ein Land lerne. Teilweise hätte man den Text bestimmt ein wenig kürzen können und trotzdem nichts vom Inhalt verloren. Aber abgesehen davon kann ich das Buch allen empfehlen, die sich gerne in ein fernes Land entführen lassen und noch dazu Liebes- und Familiengeschichten mögen. "Einerseits bin ich Kubanerin, andererseits nicht. Ich weiß nicht, wie ich mich im ehemaligen Land meiner Großeltern einfügen soll, das ich wiedererschaffen möchte, obwohl es längst untergegangen ist. Vielleicht sind wir ja die echten Träumer, diejenigen, die Hoffnung haben. Wir träumen von einem Kuba, das wir nicht sehen oder anfassen können, dessen Geschmack wir aber auf der Zunge spüren. Die Exilanten sind die Historiker, die Hüter der Erinnerung an ein verlorenes Kuba, das beinahe vergessen ist." (S. 188) Die Autorin hat in den Roman viel Persönliches einfließen lassen. Sie ist in Florida aufgewachsen, aber ihre Familie stammt ursprünglich aus Kuba. Man merkt, dass es ihr eine Herzensangelegenheit war, diese Geschichte zu erzählen.