Leserstimme zu
Garten der Wünsche

Garten der Wünsche

Von: Tintenhain
26.09.2019

Romy ist mit den Nerven am Ende. Wieder nicht schwanger, und das, obwohl Lukas und sie es schon so lange versuchen. Ihre Beziehung leidet schwer unter der Last des unerfüllten Kinderwunsches. Da fällt der Bibliothekarin eine Visitenkarte aus einem Buch, die in eine Pension einlädt. Romy fühlt, dass dies ein Zeichen ist und mietet sich in Lindenbühl bei Klara Gorse ein. Schon bald merkt sie, dass diese Pension mit ihrem verwunschenen Garten ein ganz besonderer Ort ist, dem ein Zauber innewohnt. Die Pensionswirtin Klara indes spürt den Wind der Veränderung. Und das hängt nicht nur damit zusammen, das ein Bauunternehmer die benachbarte Wiese mit einem Hotel bebauen will. Klara ahnt, dass Lindenbühl nicht ihre letzte Lebensstation ist und beginnt um ihre Träume zu kämpfen. „Garten der Wünsche“ ist ein absoluter Wohlfühlroman, in dem Natur, Gartenwissen und Magie Hand in Hand gehen. Der Garten von Klara ist mehr als nur ein Ort, in dem man Kraft tanken kann. Er führt ein regelrechtes Eigenleben und da kann es schonmal vorkommen, dass der Finkenwerder Herbstprinz (ein Apfelbaum) einem einen Apfel an den Kopf wirft, um den Gästen auf die Sprünge zu helfen. Dieser magische Aspekt hat mich ziemlich überrascht, aber ich konnte mich dann schnell darauf einlassen. Überhaupt ist es der Garten, der mich letztendlich in seinen Bann geschlagen hat und am liebsten hätte ich beim Lesen des Buches selbst darin gesessen. Ich würde sogar sagen, dass mir der Garten, das Flüsschen Rudella und der Wald dahinter näher gekommen sind als die beiden Hauptpersonen Klara und Romy. Bei beiden Frauen ahnt man bereits sehr früh, wie sich ihre Geschichte entwickeln wird und so bietet der Roman auch kaum Überraschungen. Dafür konnten dann eher noch die Dorfbewohner oder Bauunternehmer Dr. Bergmann sorgen. Kristina Valentin (ein Pseudoynm der Autorin Kristina Günak) schreibt leicht und anschaulich, man merkt ihr an, wie sehr sie selbst die Gartenarbeit und die Pflanzen liebt. In einem Nachwort plaudert die Autorin dann auch noch aus dem Nähkästchen oder besser aus ihrem Gartenwissensschatz. So hat mich „Garten der Wünsche“ dann auch gut unterhalten, auch wenn die Geschichte ein wenig vor sich hinplätschert. Überraschend, aber durchaus positiv fand ich, dass es sich nicht um einen typischen Liebesroman handelt, was ich ehrlich gesagt fast schon erwartet hatte. Es ist relativ schnell klar, wie es für Romy in Liebesdingen weitergehen wird und das hat mir sehr gut gefallen. © Tintenhain https://tintenhain.de/2019/09/24/kristina-valentin-garten-der-wuensche/