Leserstimme zu
Die Tote mit dem Diamantcollier - Ein Fall für Jackie Dupont

Vergnügliche Lektüre mit einer toughen Meisterdetektivin

Von: Qultur-HH
04.10.2019

Monaco 1920: Der Krieg ist vorbei und langsam zieht es die Schönen und Reichen wieder an die Riviera, wo sie ausgelassene Partys feiern wie vor den dunklen Jahren. Auch Carla Tush lädt ein paar Bekannte auf ihre nagelneue Yacht ein, um zu protzen, auf die alten Zeiten anzustoßen und ein berühmtes Diamantcollier zu präsentieren, das sie neu erworben hat. Die Gäste kennen sich aus alten Tagen, scheinen die Zusammenkunft zu genießen, bis, ja bis Carlas Mann seine Frau tot im Schlafzimmer findet. Das Collier ist weg. Gut, dass gerade Jackie Dupont, eine Meisterdetektivin aus den USA, die die gesamte Hautevolee im Fürstentum zu kennen scheint, bei Prinz Albert verweilt. Kurzerhand übernimmt sie mit ihrem weißen Terriermix Sargent die Ermittlungen. Welche Geheimnisse haben die Partygäste? War Carla Tush so freundlich wie sie vorgab? Und bildet sich Christopher St. Yves es nur ein oder hat die Detektivin verdammt viel Ähnlichkeit mit seiner verstorbenen Frau? Eve Lambert – dieses Pseudonym hat eine erfolgreiche Hamburger Autorin für den Jackie-Dupont-Roman „Die Tote mit dem Diamantcollier“ gewählt – kreiert mit ihrer Meisterdetektivin eine unabhängige, glamourliebende, toughe, zwischen Flapper und Femme Fatale rangierende Dame, die weiß, was sie will und eigentlich alles kann. Selbstbewusst ermittelt sie und lässt Männer wie Frauen gleichermaßen sprachlos zurück. Geschickt springt die Autorin zwischen Schilderungen, Briefen und Ich-Passagen der Jackie Dupont, ohne jedoch ihre Leser zu verwirren. Ein tolles Buch, das einen so guten Lesefluss hat, dass man es an einem Tag verschlingt – es geht gar nicht anders.