Leserstimme zu
Die Schokoladenvilla – Goldene Jahre

Die Schokoladenvilla - Goldene Jahre - sehr lesenswert

Von: Lese_gerne
19.10.2019

Stuttgart 1926: Die zwanzigjährige Serafina zieht nach dem Tode ihres Vater von Berlin nach Stuttgart zu ihrem Halbbruder Victor. Victor und seine Frau Judith betreiben dort eine Schokoladenfabrik und so zieht Serafina in die sogenannte Schokoladenvilla ein. Auch Serafina findet Gefallen an Schokolade und hilft im Geschäftsladen mit. Dabei lernt sie Judiths Bruder Anton kennen, der ihr sehr gut gefällt. Aber Anton steht kurz vor seiner Verlobung. Als auch noch jemand versucht der Familie Rothmann/Rheinberger und somit der Schokoladenfabrik zu schaden und Serafina für einen Ausrutscher in der Vergangenheit bedroht wird, wird es richtig spannend im Buch. ****************************************** Leider habe ich den 1. Teil "Die Schokoladenvilla" nicht gelesen, was ich aber unbedingt noch nachholen möchte. Schließlich möchte ich auch gerne Judtihs Geschichte von 1903 an wissen. Da der zweite Teil aber gut 20 Jahre später handelt, hatte ich keine Verständnisprobleme. Außerdem schneidet die Autorin auch immer wieder vergangenes an, so dass man der Geschichte sehr gut folgen kann. Judith ist mittlerweile 44 Jahre alt und hat nach Martin noch ihre zehnjährige Tochter Viktoria. Ihre Zwillingsbrüder Karl und Anton sind jetzt auch schon 31 Jahre alt. Im Buch werden, wie in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhundert üblich, auch die Veränderungen der Frauen angesprochen. Frauen, die ihre Sexualität ausgelebt haben und in den neuen aufsteigenden Tanzlokalen ihrem Vergnügen nachgingen. Gerade in den größeren Metropolen in den Deutschland schossen die Tanzlokale wie Pilze aus dem Boden. Da das Buch gute 700 Seiten umfasst handelt es sich um eine richtige Familiensaga, die auch noch mit einem dritten Teil vervollständigt wird. Im Buch gibt es am Schluss auch ein Personenverzeichnis und ein Glossar über damalige Cafes und öffentlichen Gebäuden. Da das Buch in der schwäbischen Metropole Stuttgart handelt darf der Erfinder Alois Eberle im Buch auch den schwäbischen Dialekt gebrauchen, der aber aus Verständigungsgründen abgeschwächt wurde. Ich weiß von was ich rede, schließlich komme ich selbst aus dem Schwabenland. Wenn wir mal loslegen versteht uns keiner mehr. Das Buch ist zu 100 % empfehlenswert. Ich hatte sehr schöne Lesestunden mit dem Buch und freue mich schon darauf wieder von der Familie Rothmann/Rheinberger zu hören. Vielleicht geht es ja dann mit Victoria weiter.